Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Russischer Opernsänger Dmitri Chworostowski gestorben

Von   /  22. November 2017  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Der bekannte russische Bariton Dmitri Chworostowski ist am 22. November im Alter von 55 Jahren in London gestorben. Der Sänger aus Krasnojarsk besass neben einer glanzvollen Stimme auch viel Charisma und war sowohl beim russischen Opernpublikum wie auch international äusserst populär.

Chworostowski absolvierte in Krasnojarsk eine Gesangsausbildung und trat am dortigen Opernhaus auf. Ein internationaler Durchbruch gelang ihm 1989 am Gesangswettbewerb „Cardiff Singer of the World“ als er vor dem Favoriten Bryn Terfel gewann. Ein weiterer Höhepunkt war sein Auftritt in Nizza in Tschaikowskis „Pique Dame“. Weitere Engagements an vielen Opernhäusern der Welt folgten – besonders bekannt wurde seine Rolle als Eugen Onegin am Teatro La Fenice in Venedig.

Auftritte im Mariinsky-Theater und auf dem Schlossplatz

Auch auf russischen Bühnen war der gut aussehende Bariton zu hören, unter anderem im Petersburger Mariinsky-Theater, wo er mit Werken von Mussorgsky und Rimsky-Korsakow auftrat. Er nahm auch an Konzerten zum Petersburger Stadtgeburtstag auf dem Schlossplatz teil.

Chworostowski wurde mehrfach im In- und Ausland ausgezeichnet, ausserdem wurde ein Asteoroid nach ihm benannt. 2015 wurde seine Krankheit bekannt, seine letzten Auftritt erfolgten 2017 in St. Petersburg und Krasnojarsk. Chworostowski kämpfte während zwei Jahren vergeblich gegen einen Gehirntumor – die Opernszene hat eine grosse Stimme und eine grosse Persönlichkeit verloren. Chworostowski war mit der Genfer Sängerin Florence Chworostowski verheiratet und hatte vier Kinder aus zwei Ehen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Hirntumor bei Opernstar Chworostowski entdeckt

Operngala zum Stadtgeburtstag auf dem Schlossplatz

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Herold-Druckausgabe 10/2017 erschienen

mehr…