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Russischer Geheimdienst nimmt Greenpeace-Schiffscrew in der Barentssee fest

Von   /  20. September 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Während einer Protestaktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen die Verschmutzung der Barentsee wurden die „Arctic Sunrise“ von russischen Sicherheitskräften in den Hafen von Murmansk gezwungen und die gesamte Besatzung – darunter ein Schweizer – festgenommen.

Nach einem Versuch von Greenpeace-Aktivisten, die Ölplattform Priraslomnaja in der Petschora See, einem Randmeer der arktischen Barentssee, zu besteigen, haben russische Grenzsoldaten Warnschüsse abgegeben, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB am Mittwoch mit.  Zuvor hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mitgeteilt, dass ihre Aktivisten eine Protestaktion vor der Ölplattform abhielten. Zwei von ihnen seien verhaftet worden, während zwei weitere die Ölplattform erklommen hätten.

Warnschüsse aus Kalaschnikow

„Angesichts einer realen Gefahr für die Sicherheit eines Objekts des russischen Erdöl- und Gaskomplexes sowie wegen der Weigerung, sich den gesetzmäßigen Forderungen, die illegale Aktion einzustellen, zu fügen, haben Mitarbeiter des Grenzdienstes Warnschüsse aus einer Maschinenpistole Kalaschnikow AK-74 abgegeben“, heißt es in der FSB-Mitteilung.  Da der Schiffskapitän der „Arctic Sunrise“, der Forderung nach Beendigung der illegalen Aktion nicht nachgekommen sei, habe das Kommando des Grenzschutzes entschieden, das Schiff zu stoppen.

„Die Grenzsoldaten waren gezwungen, vier Warnschüsse aus der Artillerieanlage eines Schiffes der Grenzpatrouille abzugeben.“  Da das Schiff auf die Warnschüsse nicht reagiert habe, werden die eingeleiteten Maßnahmen zur Aufhaltung des Schiffes fortgesetzt, heißt es in der Mitteilung.

Mahnwache in Berlin

Beim Versuch, die Ölplattform zu besteigen, hatten die Aktivisten Bergsteigerausrüstung, unter anderem Seile und Haken, eingesetzt.  Bei den zwei festgenommenen Greenpeace-Aktivisten handelt es sich laut der Umweltschutzorganisation um Sini Saarela aus Finnland und Marco Weber aus der Schweiz.

Greenpeace bezeichnet die Festnahmen als Piraterie, weil sich das Schiff in internationalen Gewässern befunden hat. Mittlerweile ist in Berlin vor der russischen Botschaft eine Mahnwache mit rund 15 Teilnehmern platziert worden, um gegen die Festnahmen zu protestieren, schreibt der „Tagesanzeiger“. (rian./eva)

Bild: Denis Sinyakov/ Greenpeace

www.rian.ru

www.tagi.ch

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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