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Russische Bühne Berlin zeigt Brechts „Jüdische Frau“ in Petersburg

Von   /  18. November 2014  /  Keine Kommentare

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eva./wiki.- Das Ensemble der Russischen Bühne aus Berlin zeigt am 20. November im Rahmen des Festivals „Toleranz“ Bertolt Brechts „Die jüdische Frau“ aus dem Theaterstück „Furcht und Elend des Dritten Reiches“. Vor genau 80 Jahren begann Brecht zusammen mit der Schauspielerin Margarete Steffin die Alltagsszenen aus dem Leben in Nazideutschland zusammenzustellen, aus dem bis 1943 sein Theaterwerk entstand.

Ende 1937 lagen die ersten fünf Szenen vor, die unter dem Titel Die Angst zusammengefasst wurden. Es wurden in schneller Folge weitere Szenen geschrieben, im Mai 1938 gab es bereits 25, davon wurden acht in der Pariser Uraufführung am 21. Mai 1938 gezeigt. Bis Juni 1938 stieg die Anzahl der Szenen auf 27. Brecht bezeichnete die Zusammenstellung als „Montage“, die eine von ihm entwickelte künstlerische Methode unter neuen Bedingungen erprobe. 1942/43 entstand eine Fassung für den amerikanischen Markt, die eine weitere Szene erhielt und den Titel bekam „The Private Life of the Master Race“.

In Anlehnung an Heinrich Heines Deutschland. Ein Wintermärchen wollte Brecht das Stück ursprünglich „Deutschland – Ein Greuelmärchen“ nennen. In den Szenen, denen jeweils ein kurzes Gedicht voraus geht, wird der Nationalsozialismus im deutschen Alltag dargestellt. Die Szenen haben keinen direkten Zusammenhang, die Protagonisten treten nur jeweils in einer Szene auf. Insgesamt verdeutlichen sie, wie die nationalsozialistische Diktatur in alle Gesellschaftsschichten und Lebensbereiche der Menschen eindringt und Angst und Misstrauen verbreitet. In den Hauptrollen treten Irina Bessarab und Elena Panibratowa auf.

Bild: PD/Anna Miskes-Petrenko und Ilja Gorodezki

20. November 15.00. Aufführung im Rahmen des Festivals TOLERANZ in Jüdischen Kulturhaus ESOD, Bolschaja Rasnotschinnaja ul. 25.
www.esod.spb.ru
www.russkaja-szena.de

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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