Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Rezession in Petersburger Wirtschaft hält an

Von   /  21. März 2014  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Zwar blieben die Wechselkurse trotz Krimkrise erstaunlich stabil, aber gleichzeitig setzte sich die schon zum Jahreswechsel prognostizierte Rezession in der Petersburger Wirtschaft fort. Die optimistischen Voraussagen für das laufende Jahr müssen vermutlich nach unten korrigiert werden.

Hatte man noch vor zwei Wochen wegen des starken Rubel-Kurszerfalls nach der Besetzung der Krim durch die russische Armee gezittert, so erholte sich der Eurokurs zu Wochenbeginn an der Moskauer Börse wieder und sank unter die 50-Rubel-Grenze. Dies hat aber bestimmt auch damit zu tun, dass in diesem Konflikt bisher keine Wirtschaftssanktionen ausgesprochen worden sind.

Gedämpfte Konsumfreude

Doch dies sind momentan die einzigen positiven Nachrichten für die Petersburger Wirtschaft. Die allgemeine Rezession, die sich bereits zum Jahreswechsel abgezeichnet hatte, setzte sich während der ersten zwei Monate fort.

Die Industrieproduktion sank um 5,6 Prozent, Bauarbeiten nahmen um 2,4 Prozent ab, der Umsatz des Detailhandels fiel um 3,7 Prozent, jener des Grosshandels und 8,1 Prozent. Gleichzeitig nahm die allgemeine Konsumfreude ab – die Bevölkerung besucht seltener Restaurants und Kaffees (minus 9,1 Prozent).

Importe nehmen ab

Das Importvolumen nimmt dementsprechend ab. Wie Fontanka.ru schreibt, muss die Stadtregierung unter solchen Voraussetzungen die optimistischen Wachstumsprognosen von 3 Prozent im laufenden Jahr nach unten korrigieren.

Die Situation entspricht weitgehend jener in ganz Russland. Gemäss des staatlichen Statistik-Amtes Rosstat wuchs die Industrieproduktion in der Periode Januar-Februar 2014 um minimale 0,9 Prozent. Die offizielle Prognose für das Bruttosozialprodukt 2014 sagt ein Wachstum von 2,5 Prozent voraus, obwohl es im vergangenen Jahr nur um 1,3 Prozent zugenommen hat.

Allerdings dämpfen die Banken WTB-Kapital, Goldman Sachs und Citigroup diesen Optimismus mit der Voraussage von 1 Prozent Wachstum beim Bruttosozialprodukt.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Russlands Aktienmarkt reagiert mit starken Verlusten auf Krimkrise

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger SKK-Komplex – Umbau oder Abriss?

mehr…