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Revolutionäre Street-Art-Ausstellung: „Zeit zum Jubeln/Brighter days are coming“

Von   /  17. Mai 2017  /  Keine Kommentare

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pd.- Eine Ausstellung des Street-Art-Museums und des Goethe-Instituts St. Petersburg hat die Revolution vor einem Jahrhundert zum Thema. Das Projekt wurde gemeinsam von einem Kuratoren aus Russland und einer Kuratorin aus Deutschland erarbeitet.

2017 jährt sich die Russische Revolution zum hundertsten Mal. 1917 gleicht Russland noch einem brodelnden Vulkan: Militärische Misserfolge, fehlende Versorgung und die steigende Ablehnung der Autokratie heizen die Stimmung der Massen an. Sowohl die Revolution im Februar, als auch die Revolution im Oktober haben 1917 das weltgeschichtliche Geschehen nachhaltig beeinflusst.

„Deshalb haben wir gedacht, dass es wichtig wäre, nicht nur historische, akademische Rückschau zu halten, sondern dass man heute junge Leute dazu ermutigt, sich mit den Fragen der Geschichte und der Tradition auseinanderzusetzen. Es soll sie zum Nachdenken bringen, was für Utopien und auch was für gesellschaftliche Ideale mit der Revolution verbunden waren.

Revolutionäres Konzept

Dies soll aber weder akademisch noch historisch noch pädagogisch erfolgen, sondern mit den Mitteln der zeitgenössischen Kunst. Mit der Hilfe zeitgenössischer Künstler soll jungen Menschen die Auseinandersetzung mit diesem Thema beziehungsweise ein neuer Zugang ermöglicht werden.“

Nicht nur die Stadt St. Petersburg ist als Ort des Geschehens bis heute mit dem Begriff Revolution verbunden, sondern auch das Konzept der Ausstellung ist revolutionärer Natur. Der rasche Wandel kultureller Grundlagen, der Sturz des Alten und Etablierung des Neuen sowie Rebellion und Selbstausdruck sind die treibenden Kräfte hinter der Street Art in diesem Museum.

51 Künstler aus zehn Ländern

Die Kuratoren Andrej Zaitsev, Direktor des Street-Art-Museums, und Yasha Young, Direktorin des Urban Nation Museums for Urban contemporary Art in Berlin, haben eine außerordentlich spannende Ausstellung auf die Beine gestellt. Sie stellt den Versuch dar, die Revolution sowohl als historisches als auch kulturelles Phänomen mit einem künstlerischen Ansatz zu entdecken und auch zu verstehen.

51 Künstler aus zehn verschiedenen Nationen haben sich zu diesem Thema Gedanken gemacht und stellen ihre Werke auf dem Museumsgelände aus. Die Revolution wird hierbei beispielsweise als wütende Energie, Bruch aber auch als vereinigte Macht einer Massen, die einerseits auf Zerstörung andererseits auf Schöpfung aus ist, interpretiert.

Bis 30. September. Street-Art-Museum, Schosse Revoluzii 84, Eingang von Industrialny Prospekt. U-Bahn-Stationen „Ploshad‘ Lenina“, „Nowotscherkasskaja“. Öffnunsgzeiten des Street-Art-Museums: Donnerstags-Montags: 12:00 Uhr -22:00 Uhr. Dienstags, Mittwochs – geschlossen. Eintritt: 250-350 Rubel +7 812 4481593. [email protected]

Bild: Street-Art-Museum St. Petersburg, www.streetartmuseum.ru

www.goethe.de/ins/ru/de/sta/pet.html

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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