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Razzia im Apraksin Dvor – hunderte Personen festgenommen

Von   /  11. Februar 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Während einer koordinierten Aktion von Polizei, Sonderpolizei, Geheimdienst, föderaler Ermittlungsbehörde und Migrationsdienst wurden am 8. Februar auf dem Territorium des Apraksin Dvor rund 700 Personen festgenommen. Hauptgrund für den Raid war wie Fontanka.ru schreibt die Bekämpfung terroristischer und staatsgefährdender Aktivitäten.


Unter den Festgenommenen, die grösstenteils während des Gebets in einer improvisierten Moschee auf dem früheren Marktareal überrascht wurden, befindet sich Murat Subaschew, ein Muslim aus der russischen Republik Karbadino Balkarien. Er soll laut den Behörden extremistische Literatur sowie Videos mit Szenen von Terrorakten im Internet verbreitet haben.

Illegale Migranten werden ausgeschafft

Unter den Verdächtigen sollen sich auch Ausländer befinden, die möglicherweise extremistisches muslimisches Gedankengut gepredigt haben. Ausserdem soll überprüft werden, ob Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida bestehen.

Von den Festgehaltenen wurden zirka 250 in die Extremismus-Behörde überführt. Neben möglichen Verbindungen zu terroristischen Gruppen werden auch die Dokumente aller Ausländer untersucht und jene ohne gültige Dokumente in ihre Heimat ausgeschafft.

Glavstroi: ausser dem Bauzaun nichts gebaut

Obwohl offiziell wegen Umbaus stillgelegt, funktionierte der Markt hinter dem Bauzaun im Apraksin Dvor die letzten Jahre rege weiter. Die Firma Glavstroi des Oligarchen Oleg Deripaska hätte seit 2009 ein ambitiöses Investmentprojekt nach den Plänen des britischen Architekten Chris Wilkinson verwirklichen sollen, baute aber nichts ausser dem Zaun. Noch am Tag vor der Razzia entzog ihr die Stadt St. Petersburg den Auftrag.

Gemäss seinem Projekt hätte das Areal mit einer gigantischen gläserenen „Wolke“ zum Schutz vor Wind und Wetter überdeckt werden sollen. Der geplatzte Architektur-Deal ist bei weitem nicht der einzige in der Stadt St. Petersburg während des letzten Jahrzehnts. Stattdessen wurden hinter den Absperrungen weiter Billigartikel und gefälschte Markenartikel aus Fernost gehandelt. Der „Apraschka“ war seit je her als „Graumarkt“ bekannt und beliebt.

Bild: TV

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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