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Protest-Aktionen gegen Vernichtung sanktionierter Nahrungsmittel

Von   /  9. August 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 9. August fanden an verschiedenen Orten im Petersburger Stadtzentrum Einzelpiketts statt, mit denen gegen die Vernichtung von Embargo-Lebensmitteln in Russland protestiert wurde. Bei einem Zwischenfall wurden zwei Personen leicht verletzt, wie Fontanka.ru schreibt.

Die Einzelpiketts standen in erster Linie vor der Isaakskathedrale und am Anfang des Newski-Prospekts an der Kreuzung zur Bolschaja Morskaja, unweit des Denkmals, das an den Artillerie-Beschuss während der Leningrader Blockade erinnert. Dieser Standort war nicht zufällig gewählt, denn die Protestanten wollten damit an die Hungerjahre der Blockade erinnern, als man es sich nicht leisten konnte, Lebensmittel zu vernichten.

Erinnerung an in der Ostukraine gefallene russische Soldaten

„Gibt es in diesem Land vielleicht niemanden zu füttern?“ – mit Plakaten demonstrierten Stadtbewohner und Mitglieder der „Jabloko“-Partei gegen die tonnenweise Vernichtung von Lebensmitteln, die wegen des Lebensmittel-Embargos illegal aus Westeuropa nach Russland gelangen. „Russland ist ein Land, wo ein Soldat heimlich und mit Scham begraben wird und der Käse demonstrativ und mit Stolz“, schrieben die Protestanten und erinnerten damit an Begräbnisse gefallener russischer Soldaten und das Vergraben Lebensmittel mit dem Bagger während der letzten Tage.

Wie Fontanka.ru schreibt, wurde ein „Jabloko“-Demonstrant von einem Aktivisten der nationalistischen Gruppierung „Nationale Befreiungsbewegung“ (NOD) angegriffen. Beim Versuch, das Protestschild herunter zu reissen verletzte er den Protestanten am Finger, bei einer zweiten Attacke wurde selber an der Nase verletzt. Beide wurden zum Verhör auf das 78. Petersburger Polizeirevier abgeführt.

Bild: Tagesration mit Rationsmarken während der Leningrader Blockade (1941-44) im Petersburger Brotmuseum. (Foto: Eugen von Arb/SPB-Herold

Weitere Artikel zu diesem Thema:

„Petersburger Fondue“ – Embargokäse wird tonnenweise verbrannt

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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