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Präsidentenwahlen: Putin und Prochorow an der Spitze

Von   /  21. Februar 2012  /  2 Kommentare

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TOPTICKER.- Der Großunternehmer und Milliardär Michail Prochorow wird laut Valeri Fjodorow, Chef des Meinungsforschungsinstituts WZIOM, bei den Präsidentenwahlen am 4. März in Moskau und St. Petersburg auf Platz zwei hinter Wladimir Putin abschneiden.


Laut der WZIOM-Prognose wird Putin in Moskau 43,7 Prozent und in St. Petersburg 46,7 Prozent der Wählerstimmen bekommen, während Prochorow 17,2 beziehungsweise 16 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen wird, gefolgt vom KP-Chef Gennadi Sjuganow mit 14,5 beziehungsweise 12,7 Prozent.

Landesweit soll Putin schon im 1. Wahlgang 58,6 auf Prozent der Stimmen kommen, so dass sich eine Stichwahl  erübrigen würde, so Fjodorow. Gennadi Sjuganow wird mit 14,8 Prozent Zweiter vor Wladimir Schirinowski mit 9,4 Prozent, Michail Prochorow mit 8,7 und Sergej Mironow mit 7,7 Prozent der Stimmen, hieß es.

31 Prozent der am 11. Februar von WZIOM befragten 1 600 potentiellen Wähler erwarten eine faire Präsidentenwahl. Rund 18 Prozent sind der Auffassung, dass die Wahlergebnisse nicht glaubwürdig sein werden. Weitere 44 Prozent schließen vereinzelte Wahlfälschungen nicht aus, die sich allerdings auf das Endergebnis nicht auswirken werden.

Kommersant“: Wahlsieg Putins ist noch nicht das Ende der politischen Krise

Wladimir Putin ist der Favorit der Präsidentenwahlkampagne. Seine Chancen auf den Sieg, eventuell schon im 1. Wahlgang, scheinen recht hoch zu sein, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Montag.

Das Team des Kandidaten zog die notwendigen Lehren aus der Wahlschlappe der Partei Geeintes Russland bei den Staatsduma-Wahlen im Dezember. Dies bedeutet aber noch nicht, dass die politische Krise überwunden ist. Für einen Wahlsieg reichen polittechnologische Tricks aus, um aber das Land zu lenken, sind substantiellere Schritte erforderlich.

„Die Kundgebungen mit Tausenden von Teilnehmern in Moskau und Sankt Petersburg sowie Proteste in anderen Regionen waren für die Regierung und deren Chef ein Schock, der allerdings sorgfältig verhehlt wird“, stellt das Blatt fest. „Gegen Anfang dieses Jahres beschloss aber das Team von Herrn Putin diesen Massenprotest zum Hauptopponenten des Kandidaten zu machen. Dazu musste der Protest etwas dämonisiert werden.“

„So wurden die Aktionen der Bürger zum Anzeigen einer ‚orange Gefahr’ erklärt, die Spitzenvertreter der Proteste (soweit man hier überhaupt von einer konkreten Führung sprechen kann) wurden beschuldigt, Beziehungen zu den USA zu unterhalten, und die Mobilisierung der Anhänger von Wladimir Putin erfolgt unter Losungen zur Aufrechterhaltung der Einheit des Landes. Dementsprechend verwandeln sich die Präsidentenwahlen in eine Art Referendum nicht nur über das Vertrauen gegenüber Wladimir Putin, sondern auch gegenüber dem Staat.“

„Die ganzen Nulljahre beruhte die Stabilität des Machtsystems auf einem hohen Rating der Nummer eins im Staate. Eine weitere Aufgabe der Umgebung von Herrn Putin besteht nun darin, diese Nummer eins nicht nur unter den Bedingungen der Wahlkampagne, sondern auf ständiger Basis wieder zu installieren“, heißt es im Beitrag. „Herr Putin wird beweisen müssen, dass sein Entschluss, in den Kreml zurückzukehren, eine objektive Notwendigkeit ist, dass gerade er der Mensch ist, der nicht bloß in der Lage ist, ein klares Aktionsprogramm vorzuschlagen, sondern auch dessen Umsetzung zu sichern.“

„Nach den Wahlen werden voraussichtlich die unpopulärsten Figuren die Regierung verlassen“, führt die Zeitung weiter aus. „Wenn aber Herr Putin in seinen Vorwahlartikeln, die in den zentralen Printmedien veröffentlicht wurden, auf wunde Punkte verweist, bietet er immer faktisch nur einen Weg für die Lösung des Problems: Festigung der Macht und Stärkung des Staates.“

„Nicht endgültig klar ist, inwieweit Wladimir Putin sich in Bezug auf die Notwendigkeit einer Liberalisierung des politischen Lebens sicher ist“, so „Kommersant.“ „Die endgültigen Formulierungen der geplanten ‚liberalen Gesetze’ werden bereits nach den Wahlen geschrieben. Genauso sicher kann man aber sagen, dass sich Wladimir Putin von der Notwendigkeit politischer Reformen überzeugt hat.“ (rian)

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. realsatire sagt:

    Kann mal jemand die Uhr wieder 200 Jahr vorstellen ?
    Sehr geehrte Maria, ihre froemmigkeit in Ehren, aber was ist wenn Gott nicht existiert, dann ist also auch sein Sohn, wie heisst er bei Ihnen nochmal – ach Ja – Vladimir Vladimirowitsch – nur ein Mensch wie sie und ich ?

    Religion ist das Grundübel der Welt (egal welche) und wie immer hilft Sie die ängstlichen Schafe näher an den Hirten zu binden der sie erst scheert dann schlachtet.
    Und warum ?
    Weil der Mensch zu feige ist sich eine Eigene Meinung zu bilden und ohne seinen ausgedachten Gott selbst die Verantwortung fuer sein Leben zu übernehmen?
    Wählen wenn sie wollen, aber bitte aus anderen Gründen.

  2. Maria sagt:

    Es ist keine Obrigkeit außer von Gott. Wo Obrigkeit ist, da ist sie von Gott angeordnet.
    Und das ist Herr Premierminister Vladimir Putin.
    Er hat Russland aus Jelzins Chaos und Niedergang herausgeführt. Niemand kann ihm das absprechen ujnd dementieren. Gott war mit ihm! Die Jugendlichen sie reden, denken und handeln, sind äußerlich wie Erwachsene innerlich ahnungslos vom Führen und Leiten eines so großen Landes. Wenn einere Russland aus den Mißständen und der Korruption herausführen kann, dann Vladimir Putin. Er kann und wird die Schldigen an Korruption und Mißständen bestrafen und einsperren. Er wird die Unschuldigen welche das aufdecken frei lassen und belohnen! Wenn einer Russland aus Korruption und Mißständen herausführen kann dann ist es Vladimir Putin. Bleiben Sie in Würde, Herr Putin! Räumen Sie in Rechtschaffenheit und Integrität damit auf! Wenn Gott für Sie ist, wer kann gegen Sie sein?

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