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Porzellanausstellung in der Eremitage: “Meissener Jugendstil und Art Déco”

Von   /  2. Februar 2009  /  Keine Kommentare

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Die Eremitage zeigt vom 13. Februar bis 24. Mai eine Porzellan-Ausstellung mit dem Titel «Meissener Jugendstil & Art Déco». Die Sonderausstellung umfasst 115 Exponate aus dem „Haus der Kunst“ in Remshalden-Grunbach bei Stuttgart und stellt eine bisher wenig bekannte Epoche des weltberühmten Kunsthandwerks aus Sachsen vor.

In der Regel konzentriert sich das Interesse auf das 18. und 19. Jahrhundert. Dem um 1895 beginnenden Jugendstil und den etwa 1920 vorgestellten Objekten im Art Déco-Stil wurde bisher nur wenig Beachtung geschenkt. Kurt Krockenberger, der als Experte für Porzellan gilt und Antiquitäten auf deren Wert schätzt, begann 1979 Porzellan zu sammeln. Eine Auswahl aus dieser Privatsammlung wird nun in der Eremitage gezeigt.

Widerstand aus akademisch-klassizistischer Kreise

Der Jugendstil umfasst eine kurze Stilepoche von 1895 bis 1920. Er stand in bewusstem Gegensatz zum Historismus und Impressionismus des 19. Jahrhunderts und vernachlässigte eine räumliche Illusion zugunsten einer flächenbetonten Ornamentik, wie zum Beispiel florale Linienzüge. Zwar hatten es die neuen Ideen schwer, weil man in akademisch-klassizistischen Kreisen an Traditionellem festhielt, doch musste man sich dem internationalen Vergleich stellen.

Ein starker Impuls für « modernen Stil» ging von der Pariser Weltausstellung 1900 aus. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte der Art Déco als Bewegung in der Designgeschichte bis 1940 neue Höhepunkte in allen Lebensbereichen. Die Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien und Ausdruck der Farben waren bereits im Jugendstil angelegt.

Bild: Zwei Exponate aus der Sammlung von Kurt Krockenberger: Tukan, links
(Entwurf Paul Walther) und Tafelaufsatz von Konrad und Rudolf Hentschel aus dem Flügelmusterservice (beide vor 1924). (Foto: Katalog)

13. Februar – 24. Mai Ausstellung «Meissener Jugendstil und Art Déco». Eremitage, Blaues Schlafzimmer, Dvorzowaja nab. 34. Eintritt: 100-350 Rubel. Tel. 710-90-79.

Weitere Veranstaltungen aus der „Nemafischa“, dem Newsletter des Deutschen Generalkonsulats, der HIER bestellt werden kann. Die Veranstaltungen sind auch in unserem Kalender am rechten Rand unserer Webseite eingetragen.

AUSSTELLUNGEN

18. Februar – 8. März 2009
Ausstellung «Die Familie Bach an der Akademie der Künste» zum 150. Geburtstag des deutschstämmigen Bildhauers Robert Bach (1859-1933).
Die russlanddeutsche Künstlerdynastie der Bachs nimmt mit Robert-Heinrich Bach ihren Anfang, der in den 1830er Jahren von Riga nach St. Petersburg übersiedelte, seinen Namen russifizieren liess und an der Kaiserlichen Akademie der Künste Bildhauerei studierte. Der Künstler und Lehrer hatte fünf Söhne, die beruflich die Richtung ihres Vater einschlugen und ein umfangreiches Schaffen hinterliessen: Konstantin war Maler und Zeichner und fertigte Entwürfe für die Imperiale Porzellan-Manufaktur an. Evgenij und Alexander Bach planten als Architekten eine Reihe von Bauwerken in Petersburg und Puschkin. Nikolai, der jung starb, betätigte sich wie sein Bruder und Robert als Bildhauer. Robert Bach schuf unter anderem das bekannte Puschkin-Denkmal in der Nähe des ehemaligen Imperialen Lyzeums von Zarskoe Selo und das Glinka-Standbild auf dem Petersburger Theaterplatz. Die Ausstellung zeigt neben Skulpturen auch Zeichnungen und Architektur-Projekte aus dem Archiv der Akademie der Künste und privaten Sammlungen.
Museum der Russischen Akademie der Künste. Universitetskaja nab. 17. Eintritt: 30-100 Rubel, Tel. 323-35-78.

Bis 29. März 2009
Von Friedrich bis Dix.
Deutsche Malerei der Dresdner Galerie Neue Meister. Die Galerie Neue Meister aus Dresden stellt herausragende Meisterwerke ihrer Sammlung in der Eremitage aus.
Eremitage, Dvorzowaja nab. 34. Eintritt: 100-350 Rubel. Tel. 710-90-79.

MUSIK

1. Februar 19.00
Apollo. Tschaikowsky Pas de deux.
Thema und Variationen. Balletteinakter nach George Balanchine. Apollo. Musik: Igor Strawinsky. Tschaikowsky. Musik: Piotr Tschaikowsky. Thema und Variationen. Musik: Piotr Tschaikowsky (Letzter Satz der Suite Nr. 3 für Orchester in G-Dur). Choreografie: George Balanchine, Ballettmeister: Francia Russell und John Clifford. Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Deutschen Bank. Eintritt 400-3840 Rubel.
Mariinski Theater, Teatralnaja pl. 1, Tel. 326-41-41.

18. Februar 19:00
Das gläserne Herz.
Ballett in zwei Akten nach Musik von Alexander von Zemlinsky. Mit Unterstützung der Stiftung der Freunde des Mariinsky-Theaters (Deutschland). Eintritt 400-3840 Rubel.
Mariinski Theater, Teatralnaja pl. 1, Tel. 326-41-41.

24. Februar 19:00
Fünftes Masleniza-Festival am Mariinski-Theater mit Balletteinaktern nach George Balanchine.
Karneval. Musik: Robert Schumann. Der verlorene Sohn. Musik: Prokofiew. Sinfonie in C-Moll. Musik: George Bizet. Choreografie: George Balanchine, Michail Fokin. Ballettmeister: Francia Russell, John Clifford und Karin von Apoldingen (Deutschland). Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Deutschen Bank. Eintritt 400-3840 Rubel.
Mariinski Theater, Teatralnaja pl. 1, Tel. 326-41-41.

9. Februar 19.00
Lohengrin. Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. Konzertausführung. Dirigent: Valeri Gergjew. Aufführung in deutscher Sprache. Eintritt 120-1500 Rubel.
Konzertsaal des Mariinski Theaters, ul. Pisarewa 20, Eingang von der ul. Dekabristow 37. Tel. 326-41-41.

1. Februar 19.00
Konzertabend mit Klaviermusik mit dem Orchester der Petersburger Philharmonie unter der Leitung von Alexander Dmitrjew.
Solisten: Cristina Ortiz (Deutschland). Alice Sara Ott (Grossbritannien), Elian Rodriguez (Belgien). Musik: Klavierkonzert Nr. 23 (Mozart), Klavierkonzert Nr. 1 (Liszt), Klavierkonzert (Grieg). Eintritt 150-1200 Rubel. Großer Saal der Schostakowitsch-Philharmonie. Michailowskaja ul. 2. Tel. 710-42-90.

27. Februar 19.00
Konzert “Beethoven und die Wiener Musik” mit dem Orchester der Petersburger Philharmonie unter der Leitung von Henrik Schaefer (Deutschland).
Musik: Sinfonie Nr. 49 “La passione” (Haydn), Kindertotenlieder (Mahler), Sinfonie Nr. 5 (Beethoven). Eintritt 100-600 Rubel. Großer Saal der Schostakowitsch-Philharmonie. Michailowskaja ul. 2. Tel. 710-42-90.

KINO

Jeden dritten Dienstag 19.00
Klub “Koriphäen der deutschen Filmkunst” mit Juri Schujiskii. Programm siehe Aushang.
Eintritt frei.
Deutsch-russisches Begegnungs-zentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

GESELLSCHAFT

Jeden dritten Freitag 18.00
Schreibwerkstatt.
Treffen mit Schriftstellern, Poeten, Verlegern.
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungs-zentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

2., 9. und 16. Februar 19.00
Kreative Konversationswerkstatt über Deutschland.
Geschichte, Sprache und Landeskunde. Auf Deutsch mit Muttersprachler!
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungszentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

2. und 16. Februar 17.30
Schreibwerkstatt mit Muttersprachler.
Eigene Erzählungen, Gedichte und kurze Texte schreiben lernen. Auf Deutsch! Anmeldung erforderlich.
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungszentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

10. Februar 19.00
Philosophisches Cafe mit Matthias Becker: «Friedrich der Grosse
– ein Aufklärer und Kriegsherr auf dem preußischen Thron». Auf Deutsch!
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungszentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

12. Februar 18.00
Vortragsreihe «Spaziergänge in den deutschsprechenden Ländern»;. Das Großherzogtum Luxemburg. Teil II.
Auf Russisch! Referent: Oliver Pfau, Dozent an der SPbGU.
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungszentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

23. Februar 18.00
Konzertanter deutscher Liederabend.
Robert Schuhmann: «Die Liebe des Poeten». Interpreten: Sänger und Moderatoren: T. Gollerbach, A. Solei, A. Alexandrow (Klavier).
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungs-zentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

26. Februar 18.00
Geschichtswerkstatt.
Kunstdenkmäler. Die Wiener Residenzschlösser der germanischen Kaiser. Referentin: K. Gordejewa, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Eremitage.
Eintritt frei. Deutsch-russisches Begegnungs-zentrum an der Petrikirche. Newski Pr. 22-24. Tel. 570-40-96.

KIRCHE

Kirche St. Peter und Paul. Deutsche Evangelisch-Lutherische St. Annen- und St. Petrigemeinde. Newski Prospekt 22-24. Tel. 312-07-98.

Täglich 17.00 bis 17.15
Stilles Gebet in der Kapelle.

Jeden Mittwoch 19.00
Taizegebet.

Jeden Samstag 18.00
Gottesdienst auf Russisch in der Kapelle.

Jeden Sonntag 10.30
Gottesdienst auf Deutsch
mit russischer Übersetzung.

Evangelisch-Lutheranische Kirche St. Katharina. Wassili-Insel. Bolschoi Pr. 1 A. Tel. 323-18-52.

Jeden Sonntag 13.00
Gottesdienst auf Russisch.

An jedem ersten und dritten Sonntag des Monats 11.30
Gottesdienst auf Deutsch.

Jeden Sonntag 13.00
Kinderlehre. Eintritt frei.

Römisch-katholische Kirche Maria Heimsuchung. Mineralnaja uliza 21. Tel. 310-04-66.

Jeden Samstag 17.00
Gottesdienst auf Deutsch
mit russischer Übersetzung.

An jedem ersten Sonntag des Monats 12.00
Gottesdienst auf Deutsch.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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