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Polizeiaktion gegen Bandenkrieg in Wolchow

Von   /  15. Oktober 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Ein Grossaufgebot an Polizeikräften besetzte am 13. Oktober faktisch die Provinzstadt Wolchow im Leningrader Gebiet. Die Ermordung eines Verbrecherkönigs hatte dort einen Kleinkrieg unter den verschiedenen Mafiaclans ausgelöst, dem Einhalt geboten werden musst.

Die Internetzeitung Gazeta.ru schreibt von einem Bandenkrieg, wie er für Russland in den Neunzigerjahren typisch gewesen sei. Rund 200 Polizeibeamte, Fahnder, Sonderpolizei, Sicherheitspolizei, Verkehrspolizei und Rettungskräfte aus Petersburg nahmen buchstäblich die 50.000-Seelen-Stadt unter Kontrolle, um den blutigen Rachefeldzug verfeindeter Verbrecherbanden zu stoppen. Wie die Polizei mitteilte fanden zahlreiche Hausdurchsuchungen, Festnahmen und Verhöre statt.

Es handelte sich dabei um die so genannte Motinski-Bruderschaft und eine armenische Bande, deren Chef Juri Sergejew durch einen Beamten der Drogenpolizei ermordet wurde. Sergejew war Ende August erschossen und enthauptet in einem See der Region gefunden worden, und vor einigen Tagen war der Oberleutnant der Drogenpolizei Maxim Makejew als Tatverdächtiger festgenommen worden.

Mordspuren in einer Garage

Es wird angenommen, dass der Drogenfahnder für das Motinski-Syndikat gearbeitet hat. Gemäss den Ermittlungen soll er das Opfer in einer Garage in Wolchow getroffen und erschossen haben, was die dort gefundenen Patronenhülsen, Kugeln sowie Spuren von Sergejews Blut beweisen. Sie wurden auch im Auto des Verdächtigten festgestellt, mit dem die Leiche zum See transportiert wurde.

Man vermutet, dass die beiden sich zu Verhandlungen über die Verteilungskanäle von Drogen getroffen hatten, weil die Verbrecherbanden sich nicht über Verteilung der Einnahmen aus dem Drogenhandel einigen konnten. Nach der Beerdigung Sergejews kam es in einem Wolchower Kaffee zu einer Schiesserei, und der lokale Konflikt drohte auf die ganze Region überzugreifen. Darum entschloss man sich in Petersburg zum Eingreifen – ohne, dass die Polizeikollegen in Wolchow von der Grossaktion wussten.

Bild: Wikimedia Commons

www.gazeta.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Keine Kommentare

  1. Roland H. sagt:

    Da kann man eigentlich nicht viel sagen.
    Was ist nur aus der ehemaligen UdSSR geworden ??
    Erschreckend wie da in den letzten 20 Jahren die organisierte Kriminalität und auch Koruption z.Teil zugenommen hat.
    Diese “ Kalaschnikow“-Spezialisten ist tatsächlich der Abschaum der zivilisierten Menschheit.
    Diese Typen sollten mal weniger ins “ Glas sehen“ und es mit vernünftiger Arbeit versuchen.Es ist schlimm das sich die Russenmafia die noch oft brutaler ist als die italienische Mafia inzwischen in Europa auch Fuß gefasst hat.
    Diese kriminellen Typensollte man mit aller Härte bekämpfen.Hart hier bestrafen und dann ausweisen,nie wieder einreisen lassen .

    Roland H.

    16321 Bernau / bei Berlin

    Deutschland

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