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Pfarrer Richard Stark mit Festgottesdienst verabschiedet

Von   /  11. Oktober 2017  /  1 Kommentar

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eva.- Mit einem Festgottesdienst verabschiedete die katholische Gemeinde der Kirche Mariä Empfängnis ihren langjährigen Pfarrer und Hirten – Richard Stark. Der sozial engagierte Priester und Träger des Bundesverdienstkreuzes hauchte der Kirche an der Mineralnaja Uliza und ihrer Gemeinde neues Leben ein (Fotogalerie).

Es war vielleicht kein Zufall, dass sich die Festgemeinde in der Krypta der Kirche versammelte. Technisch gesehen musste Gottesdienst wegen der Montage der Fussbodenheizung im Kirchenschiff nach Unten verlegt werden. Aber vielleicht sollte die kleine Gemeinde noch einmal daran erinnert werden, wie wichtig Zusammenhalt und Geborgenheit sind, und dies war in den Kellergewölben besonders stark zu spüren.

Dort, wo auch ihr Erbauer, der berühmte Petersburger Architekt Nikolai Benois begraben liegt, sammelte sich die Gemeinde sowie viele Freunde, sowie Gäste und diplomatische VertreterInnen, um Richard Stark in den Ruhestand nach Deutschland zu verabschieden und sein 50-Jahre-Priesterjubiläum zu feiern.

Ein „Afrikaner“ in Russland

Mit knappen Worten würdigte Vikar Michal Marhefka  Richard Stark und erinnerte daran, dass dieser auch in Russland ein „Afrikaner“ geblieben sei. Damit spielte er auf Starks jahrzehntelange Arbeit im Kongo an. Dort im Dschungel erwarb er sich seinen beinahe legendären Ruf als „Mann der Tat“, der sich neben seiner missionarischen Arbeit nicht minder um die praktischen Probleme der Bevölkerung kümmerte.

Diese bewies er auch in Russland, wo er gleichsam mit Sanftmut und Hartnäckigkeit die bürokratischen Hindernisse beseitigte, um seine Kirche und deren reiche Geschichte zu rekonstruieren. Bis zum Schluss seiner russischen Zeit war er damit beschäftigt, die Renovation voranzutreiben und den Kirchenkomplex an Gas, Elektrizität und Kanalisation anzuschliessen.

Hilfe für Mütter und Kinder in Not

Dabei vergass er seine sozialen Aufgaben nicht, denen er als Angehöriger der Steyeler Missionare verpflichtet ist. Neben der Kirchgemeinde stand das Projekt „Mutter und Kind“ im Zentrum, das Müttern und ihren Kindern in Not egal welcher Herkunft oder Religion über die Runden hilft. Ein kleines Afrika gab es auch hier – zahlreiche StudentInnen aus afrikanischen Ländern besuchten Stark in seiner Kirche.

Nach Gottesdienst und Abendmahl überreichten die Gemeinde, MitarbeiterInnen, KollegInnen und Freunde, teils mit Tränen in den Augen, ihre Abschiedsgeschenke, darunter ein gemaltes Porträt mit Kirche. Am Buffet draussen vor der Kirche hatten alle die Gelegenheit, sich zu unterhalten und sich von Stark zu verabschieden. Obwohl Stark offiziell in den Ruhestand tritt, wird er in Berlin weiter arbeiten – „Für die anderen“, wie der Wahlspruch seines Ordens sagt.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Lieber Richard Stark SVD vielen Dank für Deine Hartnäckigkeit!
    Du legts im besten Sinne ein Beispiel dafür das es in Russland sehr viel Geduld braucht. Nach Jahren der Ignoranz und ganz kleinen Schritten und Rückschritten ist der Friedhof und derKirchenbau weit vorne auf der Prioritätenliste der Stadtverwaltung gekommen und siehe das es geht mit Siebenmeilenstiefeln voran!

    Das Ende deiner Aufgabe vor Augen und eine Restauration schoener als mit eigenen Mitteln Möglich sind ein verönliches Ende. Das Mutter Kind Projekt angelaufen. Ich glaube der Ruhestand mit 80 Jahren wäre verdient. Nur das Du eben weiter in Berlin arbeiten möchtest… Wir werden Dich jedenfalls nicht vergessen und wünschen Dir von Herzen alles Gute gute Laune und die Gesundheit dein nächstes Projekt voranzubringen. !

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