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„Petrowskaja Akvatoria“ – Peters grosse Stadt im Kleinformat

Von   /  4. August 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Wer auf seinem Stadtrundgang eine unterhaltsame Verschnaufpause machen will oder sich einen visuellen Überblick der komplizierten Entstehungsgeschichte St. Petersburgs machen will, ist in der historischen Modellanlage „Petrowskaja Avatoria“ gut aufgehoben (Fotogalerie).

Die junge Metrostation „Admiralteiskaja“ birgt unter ihrem Dach eine kleines Wunderwerk. Wer mit der Rolltreppe sämtliche fünf Etagen des  Shopping-Centers durchfährt und dann noch ein Stockwerk hinter sich bringt, unternimmt eine kleine Zeitreise ins 18. Jahrhundert.

Auf 500 Quadratmetern ist dort ein Modell des jungen St. Petersburg im Massstab 1: 87 zu besichtigt, das mit rund 20 Tonnen Wasser beflutet wird. Zum einen sind dort bekannte Gebäude wie die Peter- und Paulsfestung in aller Detailtreue aufgebaut. Auch die später gebaute Zarenresidenz Peterhof mit ihren Fontänen und Parks breiten sich vor den Besuchern aus, die Modell getrennt durch eine niedrige Glasfront betrachten kann.

Admiralitätswerft und Seefestung Kronstadt

Zum anderen gibt es sehr ungewohnte Ansichten zu sehen, zum Beispiel die Admiralitätswerft. Erst hier wird einem die Grösse und Bedeutung der Anlage bewusst. Die von hunderten Werfarbeitern gebauten Schiffe der russischen Flotte wurden hier direkt an der Newa auf Kiel gesetzt. Von dieser gigantischen und wichtigen Anlage ist heute kaum mehr etwas zu sehen.

Ähnlich ist es mit der vorgelagerten Festungsinsel Kronstadt, deren riesige historische Anlagen heute völlig verrottet sind und deren strategische Bedeutung als Sperrgürtel vor der Stadt mit dem Modell besonders gut verständlich wird. Eines der Nebenforts, die auf den Inseln um Kronstadt lagerten, ist mit seinen Aufbauten und seiner mächtigen Artillerie dargestellt.

Eigene Miniaturwerkstatt

Auf Knopfdruck lassen sich viele Spezialeffekte aktivieren: Jagdszenen setzen sich in Bewegung, Droschken kommen gefahren oder die Kanonen eines Forts beginnen zu feuern und zu rauchen. Von Zeit zu Zeit wird die Beleuchtung im ganzen Saal zurückgefahren, und gleichzeitig wird die Nachtbeleuchtung wird eingeschaltet, so dass eine ganz besondere Atmosphäre entsteht.

Die Miniaturlandschaft beschäftigt nicht nur FührerInnen, die in regelmässigen Abständen Gruppen durch die Ausstellung begleiten, sondern auch ein eigenes Atelier, in dem Spezialisten Figuren, Modelle und ganze Szenen herstellen oder in Stand halten.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Maket „Petrovskaja Akvatoria“, Malaja Morskaja 4/1. Eintritt 450 Rubel. Kontakt: +7 (812) 933-41-52. [email protected]

www.peteraqua.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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