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Petersburger Zenit-Stadion ist fertig – aber noch nicht ganz

Von   /  27. Dezember 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 26. Dezember verkündete die Petersburger Stadtregierung den plangemässen Abschluss der Bauarbeiten am neuen Stadion auf der Krestowski-Insel. Inoffiziell dauern die Arbeiten aber noch bis zum März – und werden nochmals teurer.

Laut der Regierung im Smolny erfüllte „Metrostroi“ damit die ihm gesteckte Baufrist. Der Baukonzern hatte den riskanten Bauauftrag im August vom Konkurrenten „Inschtransstroi“ übernommen, weil dieser nach offiziellen Angaben den gesetzten Bauzielen um ein Jahr hinterherhinkte.

Doch im selben Moment mit dem „Abschluss“ der Arbeiten, beauftragte die Regierung „Metrostroi“ mit weiteren Arbeiten, die bis Ende März andauern sollen. Zwar handelt es sich dabei offiziell nur noch um kleinere Dinge, doch ist laut Fontanka.ru klar, dass an dem Jahrhunderbauwerk noch gewaltige Lücken bestehen. Zumindest soll sich der Fussballklub Zenit bisher geweigert haben, das Stadion im vorliegenden Zustand zu übernehmen.

Nochmals knapp eine Milliarde teurer

Zwar schloss der Energiekonzern Lenenergo das Stadiom im November an die Stromversorgung an, aber um das Stadion zu beleuchten, müssen noch rund 900 Kilometer Kabel verlegt werden. Auch weitere Komponenten der Kommunikationstechnik werden noch montiert. Auch mit dem projektierten verschiebbaren Stadionsboden und dem automatischen Schiebedach gibt es nach wie vor Probleme.

Auch die Kosten für den Riesenbau sind nochmals um rund eine Milliarde Rubel gestiegen. Für 950 Millionen Rubel soll „Metrostroi“ innerhalb von drei Monaten Systeme für Sicherheit und Zugangskontrolle installieren. Das fehlende Geld will die Stadt nach eigenen Angaben per Gerichtsklage vom früheren Stadion-Bauer „Transstroi“ zurückbekommen. Doch Fontanka.ru vermutet, dass die Mittel erneut durch Kürzungen im sozialen Bereich beschafft werden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Petersburger Zenit-Stadion: Bauarbeiten wegen Geldmangel faktisch eingestellt

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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