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Petersburger Wirtschaftsforum SPIEF zum ersten Mal im ExpoForum am Stadtrand

Von   /  13. Juni 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- In den Tagen vor dem diesjährigen Petersburger Wirtschaftsforum bereitet man sich im neuen Kongresszentrum im Süden der Stadt auf die Premiere vor. Das Expoforum bietet zweieinhalb Mal mehr Platz als das Lenexpo-Gelände und wird wegen der Nähe zum Flughafen für weniger Verkehrschaos sorgen.

Der Umzug des Forums in die neue Anlage an der Pulkowoer Chaussee wurde vor sechs Jahren, noch während der Amtszeit von Gouverneurin Valentina Matwijenko beschlossen. Einerseits wollte man einen Tapetenwechsel, denn die Lenexpo ist bereits ziemlich in die Jahre gekommen, viel wichtiger war aber die Lage ausserhalb der Stadt und die Nähe und die Nähe zum Flughafen.

Alljährlich führten die Absperrung ganzer Wohnviertel und die Eskorten der Forumsbesucher durch die ganze Stadt zu ärgerlichen Staus und Unannehmlichkeiten für die Anwohner. Nun beträgt die Strecke vom Flughafen zum Forumsgelände nur wenige Minuten.

Ein ganzer Pavillon für Italien

Das Expoforum bietet seinen Gästen zudem zweieinhalb Mal mehr Fläche, was in erster Linie den Ausstellern zugute kommt. Interessanterweise wird ein ganzer Pavillon allein Italien zur Verfügung gestellt. Das Land, wie auch sein  Premier Matteo Renzi erhalten somit den Status eines Sondergastes. Vermutlich steckt hinter dieser Charme-Offensive auch die Hoffnung der russischen Seite, die traditionell guten Beziehungen zu Italien könnten dabei helfen, die europäische Sanktionsfront aufzuweichen.

Ausser Italien werden sich in Form von Ausstellungen die Regionen Krim, Krasnojarsk, Tula und das Leningrader Gebiet vorstellen. Ausserdem wird die Petersburger Regierung die erfolgreichsten Projekte, wie den Autobahnzubringer ZSD, das Neubauwohnviertel „Baltische Perle“ und das neue Zenit-Stadion vorstellen, dessen Erfolg jedoch angesichts der zahlreichen Skandale um seinen noch immer nicht vollendeten Bau zweifelhaft ist. Wie gewohnt werden sich auch die grossen staatlichen und halbstaatlichen Konzerne Gazprom, Rosneft, Rosseti, Sberbank usw. gebührend präsentieren.

Kosten höher, Gästezahl gleichbleibend

Die Zahl der Teilnehmer wird in diesem Jahr mit rund 10.000 Personen etwa gleich hoch wie 2015 liegen. An hochrangigen Gästen werden neben Matteo Renzi der EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew sowie der Staatspräsident Guineas Alpha Condé erwartet.

Wie Fontanka.ru schreibt, haben die Forumsteilnehmer am neuen Ort trotz des grossen Geländes weniger Gelegenheit, unter freiem Himmel zu verweilen. Die Pavillons sind durch geschlossene Galerien verbunden und zwischen den Gebäuden sind nur kleine Abstände ausgespart. Die Kosten liegen bei rund 1,8 Milliarden Rubel, etwa 300 Millionen Rubel mehr als letztes Jahr, wobei die Abwertung des Rubels dabei eine Rolle gespielt haben dürfte. Den grössten Teil der Kosten übernehmen Sponsoren, der Anteil des Stadtbudgets liegt offiziell bei zwei Prozent.

Bild: Wikipedia Commons

www.fontanka.ru

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PEF 2010 beendet: Verträge mit Gesamtvolumen von fünf Milliarden Dollar – das Petersburger Wirtschaftsforum zieht um

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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