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Petersburger Traditionsbetrieb „Wagonmasch“ bankrott

Von   /  11. Dezember 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Petersburger Waggonfabrik „Wagonmasch“ wurde nach zweijährigem Überlebenskampf liquidiert. Schon 2011 war der Traditionsbetrieb wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten unter externe Verwaltung gestellt worden. Doch die Schuldenlast von rund zwei Milliarden Rubel konnte nicht abgebaut werden.


In einem letzten Versuch wollte die Firmenleitung die Produktion in das Tramwerk verlegen, aber da dieses zur selben Firmengruppe und damit zur Konkursmasse gehörte, wurde dieser Schritt vereitelt. Das Firmengelände wurde an den Baukonzern LenSpezSmu verkauft, und der Abriss der Fabrik ist bereits im Gang.

Lange Zeit einziger Metro-Zulieferer

„Wagonmasch“ war seit dem Bau der Petersburger Metro alleiniger Lieferant von Wqggon für das wachsende Untergundnetz und galt zu Sowjetzeit zu den mehrfach ausgezeichneten Musterbetrieben Leningrads. Nach dem politischen Umbruch konnte sich das Werk schliesslich nicht mehr gegen die auswärtige Konkurrenz durchsetzen.

Noch 2012 hatten die Petersburger Metrobetriebe mit „Wagonsmasch“ einen Vertrag zur Lieferung neuer Zugskompositionen vom Typ „Newa“ unterzeichnet. Aber von den insgesamt acht vorgesehenen Zügen wurde 2013 nur einer ausgeliefert. Angesichts des drohenden Konkurses hatten sich sämtliche technischen Partner, darunter die Kirow-Werke und Skoda-Transportation von ihren Beteiligungen zurückgezogen.

Bild Wikimedia Commons

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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