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Petersburger Schneechaos und Todesopfer durch Eisschlag

Von   /  7. Februar 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Die anhaltenden Schneefälle und die mangelnde Räumung führen in gewissen Stadtteilen zu chaotischen Verkehrszuständen. Ein junger Mann wurde auf der Petrograder Seite durch einen Eiszapfen erschlagen.

Nachdem die städtischen Räumdienste auf die ersten Schneefälle um die Jahreswende noch sehr operativ reagiert hatten, scheint sich der Schnee nun in vielen Stadtbezirken einfach anzuhäufen ohne dass sich Bagger- oder Schneeschaufeln rühren. Auf vielen Gehwegen hat sich bereits eine dicke Eisschicht gebildet, auf der sich die Fussgänger halb rutschend, halb kletternd vorwärts bewegen.

Wie die Nachrichtenseite www.gorod-812.ru schreibt, haben die liegengebliebenen Schneemengen bereits dazu geführt, dass einige Busunternehmen einfach die Fahrrouten geändert haben, um den Problemen auszuweichen. Viele Haltestellen und Fussgänger sind bezüglich Sicherheit eine Zumutung, und das Sturz-Risiko ist ausserordentlich gross. Besonders gefährlich ist die Situation wegen der starken Temperaturschwankungen der letzten Tage, die auf den Dächern zu grossen Eismassen geführt haben, die bei warmen Temperaturen herunterfallen.

Zwei schwere Unfälle durch fallendes Eis

Auch auf vielen Dächern, die wegen der schlechten Isolierung oft riesige Eiszapfen tragen, wurde die Räumung versäumt. Darum kam es in den letzten Tagen zu zwei schweren Unfällen – einer davon mit tödlichem Ausgang. Am 5. Februar wurde der 23-jährige Pharmazie-Student Baburbek Otschilow aus Usbekistan von einem Eisstück erschlagen, das vom Dach der chemisch-pharmazeutischen Universität am Aptekerski Prospekt herunterfiel.

Auch sein Freund wurde von dem Eis verletzt und ins Mariinsky-Spital eingeliefert. Gegen die Hochschule wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet, und das Staatliche Ermittlungskomitee begann, die staatlichen Einrichtungen in der Stadt bezüglich Schneeräumung zu überprüfen. Schon am 31. Januar war auf der Wassili-Insel ein Pensionär von einem Eiszapfen am Kopf getroffen und mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.gorod-812.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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