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Petersburger Schlossbrücke wird teilweise zur Holzbrücke

Von   /  2. Februar 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die bekannteste und wichtigste Brücke Petersburgs soll während der bevorstehenden Reparatur teilweise mit Ersatzelementen aus Holz versehen werden, schreibt Fontanka.ru. Die Schlossbrücke, die beim Winterpalast über die Newa zur Wassili-Insel führt, muss dringend erneuert werden.

Seit ihrem Bau 1916 wurde sie noch kein einziges Mal gesamterneuert. Die gesamte Konstruktion, insbesondere der Klappmechanismus, sind durch Materialermüdung und Korriosion derart zerschlissen, dass die Brücke in jedem Moment in der aufgeklappten Position steckenbleiben könnte.

Die Dringlichkeit einer Überholung ist der Stadtregierung längst bekannt, aber wie man das Wahrzeichen der Stadt ohne Verkehrskolaps reparieren könnte war lange ein Rätsel. Zuerst wollte man den Verkehr über die Novo-Admiralteiski-Brücke leiten, doch wurde deren Bau vom neuen Gouverneur Georgi Poltavtschenko eingefroren.

Holzelemente aus einem anderen Brückenprojekt

Jetzt hat die Firma SAO „Institut Stroiprojekt“ eine neue viel weniger aufwändige Lösung vorgeschlagen, bei der Teile eines anderen nicht realisierten Projekt eingesetzt werden sollen. Die Holzelemente, die für den Übergang über die Serni-Insel vorbereitet worden sind, entsprechen in ihrer Grösse offenbar der Schlossbrücke.

Sie können jeweils jene Elemente der Schlossbrücke ersetzen, die erneuert werden. Per Schwimmkräne sollen diese ans Ufer der nahen Wassili-Insel geschleppt werden und dort überholt werden. Für jeden Brückenbogen wird eine Arbeitsdauer von drei bis vier Monaten benötigt.

Arbeitsbeginn 2012 oder 2013

Der Autoverkehr soll durch diesen Eingriff nicht stark eingeschränkt werden. Statt über den Asphalt wird er stellenweise über eine doppelte Schicht aus Holz rollen. Der Beginn der Arbeiten steht noch nicht fest und hängt von der Finanzierung ab. Entweder wird die Renovierung im Sommer 2012 oder im Herbst 2013 in Angriff genommen.

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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