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Petersburger Rocksängerin nach Konzert in Kiew faktisch unter Auftrittsverbot

Von   /  13. September 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Diana Arbenina, Sängerin der Gruppe „Notschnie Snaipery“, berichtet, dass sie nach einer Tournee in der Ukraine in Russland praktisch keine Auftrittmöglichkeit mehr erhält. Wie sie in einer Botschaft an ihre Fans mitteilt, hat sie bereits aus acht russischen Städten Absagen für kurz bevorstehende Konzerte erhalten. Die Gründe für die Absage sind sich verblüffend ähnlich – entweder ist das Dach kaputt, der Saal wird gerade renoviert oder wird für einen Anlass der Stadt gebraucht.

Ausserdem war sie am 7. September von einer Dichterlesung in Moskau ausgeschlossen worden – aus technischen Gründen, wie man ihr sagte. Sie habe das Gefühl, nach ihrem Konzert diesen Sommer in Kiew sei sie auf eine Liste der Feinde Russlands geraten. Sie werde als Anhängerin der „Banditen-Faschisten-Nationalisten“ in der Ukraine bezeichnet, nur weil sie an einem Konzert ihre Sympathie für die Ukraine ausgedrückt habe.

Laut Arbenina wollte sie damit nicht politisch Stellung nehmen, sondern einfach ihre Liebe zu diesem Land ausdrücken. Sie könne diese Hetzkampagne nicht verstehen, schreibt Arbenina auf ihrer Facebook-Seite – sie singe seit 20 Jahren Rock’n-Roll ohne jeglichen politischen Inhalt. Der bekannte russische Radiojournalist Michail Kosyrew bezeichnete die Vorkommnisse gegenüber „Echo Moskvy“ als Rückkehr in die übelsten Jahre der Sowjetunion. (eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.echo.msk.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Keine Kommentare

  1. unicorn sagt:

    Eine kluge Staatsführung nutzt alle kritischen Geister im eigenen Land, fordert und fördert sie anstatt sie durch Tricks oder Repressalien zu vertreiben. JA-Sager finden die Regierenden zu 10 000en, die sind relativ uninteressant, wenn man als Staatslenker kreativ am großen Staatsgebilde weiterbauen will. Den Kritischen lohnt es sich zuzuhören, der KERN ihrer Botschaft ist nicht selten sehr interessant und relevant fürs Volk. Klar, daß man andererseits als Staat eigentlich nicht jeden Dummbeutel auf die Bühne oder auf Tour ins Ausland schicken kann. Ich jedenfalls freue mich immer, wenn ich auf Konzerten Musiker treffe, die die Zustände in ihren Ländern und auf der Welt einigermaßen gut durchschauen und auch beschreiben. Fürs Belügen …. sorgen schon meine „deutschen“ Qualitätsmedien! Die Rockmusik von Diana gefällt , ! Also findet einen Weg, Euch auszusprechen und die großartige Musikerin auf der Seite des russischen Volkes zu behalten !!

  2. beltaine sagt:

    Eine kluge Staatsführung nutzt alle kritischen Geister im eigenen Land, fordert und fördert sie anstatt sie durch Tricks oder Repressalien zu vertreiben. JA-Sager finden die Regierenden zu 10 000en, die sind relativ uninteressant, wenn man als Staatslenker kreativ am großen Staatsgebilde weiterbauen will. Den Kritischen lohnt es sich zuzuhören, der KERN ihrer Botschaft ist nicht selten sehr interessant und relevant fürs Volk. Klar, daß man andererseits als Staat eigentlich nicht jeden Dummbeutel auf die Bühne oder auf Tour ins Ausland schicken kann. Ich jedenfalls freue mich immer, wenn ich auf Konzerten Musiker treffe, die die Zustände in ihren Ländern und auf der Welt einigermaßen gut durchschauen und auch beschreiben. Fürs Belügen …. sorgen schon meine „deutschen“ Qualitätsmedien! Die Rockmusik von Diana gefällt , ! Also findet einen Weg, Euch auszusprechen und die Frau auf der Seite des russischen Volkes zu behalten !!

  3. beltaine sagt:

    Ich wünsche mir gerade in dieser schwierigen Lage für Russland so SEHR, daß die Russen mal echte Größe zeigen, dem Westen mal zeigen, was Freiheit bedeuten kann. Kleinkariertheit haben wir im Westen bis zum Abwinken, das große Russland sollte auch mit etwaigen Andersdenkenden vernünftig und locker umgehen können, bis zum Beweis etwaiger BÖSARTIGKEIT!

  4. Sonicht sagt:

    besten Dank für die schnellen Hinweise.
    Nun habe ich das Problem, dass meine Russischkenntnisse
    rudimentär sind, seit dem Schulabschluss 1961 in Naumburg,
    damals eine große Garnisonsstadt der Roten Armee in der DDR,
    hat die russische Sprache keine Rolle mehr in meinem Leben
    gespielt, ich werde mich aber bemühen,die Beiträge zu übersetzen.
    Grundsätzlich möchte ich einwenden, dass es immer
    einen bösen Beigeschmack hat, wenn man sich im Ausland
    negativ über das eigene Heimatland äußert.
    Als Deutscher muß ich feststellen, dass Ihrem Russland ein
    ungezügelter Hass aus der Ukraine entgegenschlägt, erinnert
    sei nur an die Äußerungen der Julia Tymoschenko usw.,
    gleichzeitig geht man mit schweren Waffen gegen die Auf-
    ständischen in der Ostukraine vor und will eine Mauer an der
    Grenze errichten. ( nahezu pervers ist es ja, wenn es hier
    Politiker in der Regierung gibt, die die Errichtung einer Mauer
    richtig und gut finden).
    http://www.n-tv.de/politik/Bundesregierung-findet-Mauer-nicht-schlecht-article13597521.html
    Im Angesicht derartiger Zustände sollte man sich davor
    hüten, unpatriotischer Äußerungen bezichtigt zu werden.
    Wenn man in Deutschland die russische Position bezüglich
    der Ukraine verteidigt, wird man auf übelste Art beschimpft,
    der „deutsche Qualitätsjournalist“ bezeichnet uns als „Putinfreunde“.
    Es sind also nicht unbedingt „sowjetische Zustände“ die in
    Ihrem Land befürchtet werden, es ist überall so.

  5. eva sagt:

    Damit Sie sich eine eigene Meinung bilden können, führe ich hier die Quellen auf:

    http://www.fontanka.ru/2014/09/06/052/

    http://www.echo.msk.ru/blog/echomsk/1397662-echo/

  6. Sonicht sagt:

    klärt mich als interessierten Leser auf, was die Künstlerin genau gesagt hat,erst dann bin ich in der Lage, mir eine Meinung über diesen Vorgang zu bilden.ich warte…

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