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Petersburger Prostituierte wollen Gewerkschaft gründen

Von   /  15. September 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Mit Hilfe einer Gerichtsklage wollen die Petersburger Prostituierten die Registrierung einer eigenen Gewerkschaft durchsetzen. Das russische Justizministerium hatte im Mai die Gründung der nichtkommerziellen Organisation „Silberrose“ abgelehnt.

Seinen Entscheid hatte das Ministerium unter anderem damit begründet, dass es keine offizielle Berufskategorie „Sexarbeiterinnen“ gebe. Damit wollen sich die Mitglieder der bis jetzt nicht offiziellen Prosituierten-Vereinigung aber nicht zufrieden geben.

Laut ihrer Vorsitzenden Irina Maslowa will die Gewerkschaft ihre Mitglieder in Rechts- und Gesundheitsfragen unterstützen. Damit soll auch Akzeptanz der Prostituierten in der russischen Gesellschaft erhöht werden. Die Zwar wird die Ausübung der Prostitution toleriert, solange sie im Verborgenen geschieht, doch ist der Betrieb von Bordellen offiziell verboten.

n einer Fernsehumfrage hatte die Stadtbevölkerung kürzlich eine erstaunlich grosse Toleranz gegenüber den Prostituierten demonstriert. Der Grösste Teil der Befragten sprach sich dabei klar für eine Legalisierung der Prostitution aus. Ein Grund dafür kann neben der Toleranz gegenüber dem Sexgewerbe auch die Einsicht sein, dass das Verbot in der Praxis nicht durchsetzbar ist.

Bild: Wikimedia Commons

www.mr7.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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