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Petersburger Neujahrstourismus 2017/18: Optimismus unberechtigt

Von   /  20. Dezember 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Während die Stadtregierung für die Neujahrsperiode optimistisch eine Welle von einer halben Million Touristen ankündigt, spricht die hiesige Tourismusindustrie von einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Wie die Internetzeitung Fontanka.ru schreibt, sprechen die Petersburger Reiseunternehmer von bis zu 20 Prozent weniger Touristen. Während man sich an das Ausbleiben von Reisenden aus Westeuropa wegen der politischen Krise gewöhnt hat, scheinen nun auch die russischen Gäste vermehrt auszubleiben.

Weniger Kaufkraft bei steigenden Preisen

Die befragten Unternehmen führen das zum einen auf die sinkenden finanziellen Mittel der RussInnen sowie auf die Verteuerung der Petersburg-Touren um 5 bis 10 Prozent zurück. Die teureren Preise sind in erster Linie auf die steigenden Transport- und Übernachtungskosten, sowie auf erhöhte Eintritte bei den Museen zurückzuführen.

Als weiterer Grund wird auch das neu erwachte Interesse der RussInnen für Auslandreisen genannt. Nach langem Unterbruch wurde kürzlich die Wiederaufnahme von Flugverbindungen zwischen Russland und Ägypten beschlossen, die nach dem Terroranschlag auf eine russische Maschine über der Sinai-Halbinsel unterbrochen worden waren.

Happig gestiegene Ticketpreise

Ein Rückgang ist auch bei den Individualtouristen zu verzeichnen. Die Nachfrage nach Flügen in die Kulturhauptstadt sind im vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent zurückgegangen. Dies ist unter anderem auf höheren Ticketpreise (durchnittlich 7,6 Prozent) zurückzuführen. Auch die Preise für Bahnfahrten sind um happige 24 Prozent teurer geworden.

In der Hotelbranche leiden vor allem die teuren Adressen unter dem Rückgang von TouristInnen, während die günstigeren Hotels von einer etwa gleichbleibenden Auslastung sprechen. Zwar hofft man vielerorts noch auf die spontane Reiselust der Landsleute, die im Gegensatz zu Ausländern oft kurzfristig buchen, doch auch dies wird an der Gesamttendenz wenig ändern.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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