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Petersburger Nachtbus fährt happiges Defizit ein

Von   /  14. November 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Das Petersburger Nachtbusnetz hat die erste Saison hinter sich. Am kommenden Wochenende stellt es seinen Betrieb für dieses Jahr ein. Die Transportfirma schlägt vor, den Nachtbetrieb zu reorganisieren.

Die Petersburger Nachtbusse nahmen ihren Betrieb am 30. April dieses Jahres auf. Ihr Konzept war denkbar einfach: An Wochenenden und Feiertagen nach Mitternacht, wenn die Metro ihren Betrieb einstellte, fuhren die Busse oberirdisch das Netz der Untergrundbahn ab, und das zum selben Tarif wie tagsüber. Wie die Firma Passagieravtotrans mitteilte, nahmen insgesamt 58.000 Personen den günstigen Spätdienst in Anspruch.

Besonders während der weissen Nächte im Sommer ist der Bus eine sehr praktische Möglichkeit, nach einer Tour im Zentrum frühmorgens noch an den Stadtrand zu kommen. Leider brachte das Projekt auch negative Ergebnisse – ein Defizit von rund 18 Millionen Rubel (umgerechnet 300.000 Euro).

Damit stellt sich für die Stadtregierung wohl die bisherige Preispolitik in Frage. Wie in anderen europäischen Städten, wo Nachtbusse verkehren, bietet sich hier ein höherer Spezialtarif an, der dennoch günstiger sein muss als ein Taxi. Ausser den Ticketpreisen wird man wohl auch über eine Änderung der Routen diskutieren. Passagieravtotrans hat von sich aus ein Konzept für Fahrten im kommenden Jahr eingereicht, in dem vorgeschlagen wird, die Fahrtrouten über die Metrolinien hinaus in abgelegene Quartiere auszuweiten.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Keine Kommentare

  1. realsatire sagt:

    Wenn die Alternative zum Bus der Taxi Tarif ist, könnte die Stadtregierung noch lange kräftig zulangen bevor es den Nachtschwärmern zu teuer wird. Ein bischen bessere Reklame für den Service würde auch helfen, am besten am Eingabg der Metro.

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