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Petersburger „Memorial“-Filiale wurde auf den Kopf gestellt

Von   /  7. Dezember 2008  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Büros der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ wurden vor zwei Tagen von Mitarbeitern der Petersburger Staatsanwaltschaft besetzt und durchsucht, schreibt Fontanka.ru. Offiziell wurden die Ermittlungen damit begründet, dass nach Material gesucht werde, das mit einem Artikel in der oppositionellen Zeitung „Nowy Peterburg“. Die Zeitung war vor einigen Monaten faktisch geschlossen und ihr Herausgeber verhaftet worden, weil man ihn beschuldigte, mit seinen Artikeln Nationalismus- und Rassenhass zu fördern.
Die Direktorin von „Memorial“ Petersburg Irina Flige hat die Verdächtigungen als haltlos bezeichnet und beschuldigt die Behörden, das Zentrum lahmlegen und einschüchtern zu wollen. Zwar konnte das Zentrum seine Arbeit mittlerweile wieder aufnehmen, aber laut Flige hat die Staatsanwaltschaft Festplatten mit wertvollen Daten beschlagnahmt. Auf ihnen war Material zur Geschichte des Terrors und zu den Verbrechen des Stalinismus aus zwanzig Jahren Arbeit aufgezeichnet.

Die internationale Menschenrechtsorganisation „Amnesty International hat bereits Protest gegen die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft eingelegt.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Terror gegen Memorial: „Wir sind allein“

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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