Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Petersburger MEGA-Einkaufszentren sind Paradies für Autodiebe

Von   /  12. Januar 2015  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- 2014 wurden aus den Parkhäusern der beiden Mega-Einkaufszentrum „Parnas“ und „Dybenko“ 50 Autos gestohlen. Durchschnittlich verschwand aus den Mega-Märkten, die direkt an der Petersburger Ringautobahn KAD stehen, aber schon zum Leningrader Gebiet gehören, jede Woche ein Wagen – fast wie bei einer Lotterie.

Unter den Opfern der Autodiebe sind sehr vermögende Petersburger, aber ebenso Leute aus allen anderen Berufs- und Gesellschaftsgruppen. Dementsprechend durchmischt sieht auch die Modellpalette der gestohlenen Autos aus. Mittelklasse-Wagen, wie etwa Mazda, sind ebenso beliebt wie die Topklasse, zum Beispiel Infinity oder Toyota Land Cruiser. Auch im Neuen Jahr wurde die „Tradition“ fortgesetzt – schon am 4. Januar wurde aus der Garage des Mega-Dybenko der Toyota Camry eines 24-Jährigen aus dem Bezirk Vsevoloschsk geklaut.

Die Geschwindigkeit, mit der die Diebstähle verübt werden, weist auf eine erschreckend hohe Professionalität der Täter hin. So bemerkte am 22. Dezember eine Frau aus Karelien das Verschwinden ihres Wagens bereits nach drei Minuten. Sogar der Gouverneur des Leningrader Gebiets Alexandr Drosdenko hält sich fern von den Einkaufszentrum, wie er laut 47news.ru an einer Situation zur Strassenverkehrssicherheit gesagt haben soll.

Jedes 20. Auto im Mega-Markt gestohlen

Gemäss einer Statistik wurden im vergangenen Jahr im Leningrader Gebiet 953 Autos gestohlen, jedes 20. stand in einem der Mega-Parkings. Unter den gestohlenen Wagen führt die Marke Ford (109, davon 69 Focus), danach folgen Toyota (65), Nissan (49), Renault (48), Mazda (39), Kia (34), Hyundai (33), BMW (29), Mecedes (21), Volkswagen (21), Landrover (18) und Lexus (16). Von den russischen Automodellen wurden am meisten der Schiguli (231) abgeschleppt, die uninteressantesten Marken waren UAS (36), und GAS (17).

Wie ein Mitarbeiter der Parking-Bewachungsgesellschaft in einem inoffiziellen Gespräch eingestand, fehlt es einerseits an Personal, um die Parkhäuser ausreichend zu bewachen, andererseits scheinen die Überwachungskameras nicht richtig platziert zu sein, um das ganze Gelände unter Kontrolle zu haben. Der grosse Vorteil für die Autodiebe in den beiden Mega-Märkten ist die Übersichtlichkeit und die Möglichkeit, die Wagenbesitzer ständig zu kontrollieren. Während ein Teil der Diebesbande sich um das „Knacken“ des Autos kümmert, folgt eine Person dem Besitzer und hält seine Kumpane per Telefon oder Walky-Talky auf dem Laufenden

Sicherheitssysteme praktisch nutzlos

Sicherheitsschlösser und Wegfahrsperren in Mittelklassewagen scheinen praktisch keinen Schutz vor den Dieben zu bieten und sind mittels speziellem Dechiffriergerät und Spezialchip leicht zu überwinden. Aber auch die vermeintlich raffiniertere Sicherheitstechnik teurerer Modelle ist einfach auszuschalten – oft sogar noch einfacher.

Viele Autos verfügen heute über funkgesteuerte Zündschlüssel, bei denen die Anwesenheit des Schlüssels in der Handtasche genügt, um den Motor per Knopfdruck zu starten. Mittels einer so genannten „Angel“, einem kleinen Funkverstärker kann das Signal des Schlüssels bis auf eine Entfernung von 500 Metern überbrückt werden. Der Dieb braucht sich nur in das Auto zu setzen und loszufahren. Zur Weiterfahrt braucht er keinen Zündschlüssel. Aus Sicherheitsgründen, im Fall einer leeren Batterie im Zündschlüssel, gibt das Sicherheitssystem zwar ein Warnsignal von sich, aber der Motor wird nicht ausgeschaltet. (eva)

www.47news.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Die Hälfte der Pkw-Diebstähle in Russland entfällt auf Moskau und St. Petersburg

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

[the_ad_placement id=\“single\“]

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

17 Personen bei Demo gegen Erhöhung des Rentenalters in Petersburg festgenommen

mehr…