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Petersburger Journalist Zilikin vermutlich durch rechtsextremem Studenten ermordet

Von   /  7. April 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Der bekannte Petersburger Journalist Dmitri Zilikin wurde am 27. März in seiner Wohnung erstochen. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen aus dem rechtsextremen Milieu gefasst. Der Student hat die Tat gestanden, das Motiv ist noch unbekannt.


Zilikin war durch ein Dutzend Messerstiche schwer verletzt worden und verblutete in seiner eigenen Wohnung. Da der Täter neben seinem Computer auch sein Handy gestohlen hatte und die Wohnungstür von aussen verschloss, hatte er keine Möglichkeit sich zu retten. Verwandte und Freunde alarmierten die Polizei, weil Zilikin nicht erreichbar war.

Nach der Analyse der Telefongespräche und seiner Korrespondenz in den Sozialnetzwerken nahmen die Fahnder einen 21-jährigen Meteorologie-Studenten fest. Er gestand die Tat, sagte jedoch laut Fontanka.ru, dass er sich nicht mehr an den genauen Hergang erinnert.

Student war mit Messer und Pistole bewaffnet

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung und seines Accounts bei „Vkontakte.ru“ wurden zahlreiche Hinweise auf die rechte Gesinnung des Verdächtigen gefunden. Er soll ausserdem ein Jagdmesser und eine Pistole bei sich getragen haben.

Der 55-Dmitri Zilikin war ursprünglich Schauspieler und begann später als Journalist bei der Zeitung „Tschas Pik“ vorwiegend im Kulturbereich zu arbeiten. Ausserdem schrieb er Artikel für die Zeitungen „Vedomosti“, „Kommersant“, „Vogue“, „Elle“, „Expert“, „Profil“ und „Delowoi Petersburg“. Parallel dazu machte er Beiträge für Fernsehen und Radio.

Bild: vkontakte.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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