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Petersburger Immobilienmarkt verliert an Schwung

Von   /  9. August 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Aktivität auf dem Petersburger Immobilienmarkt nimmt laut der Zeitung Kommersant ab. Schuld daran ist ein starkes Überangebot von Neubauten in Petersburg und Umgebung. Ob das langfristig zu Preissenkungen führt, darüber sind sich die Experten nicht einig.


Schon heute übersteigt die zum Verkauf stehende Wohnfläche (4,4 Millionen Quadratmeter) die im vergangenen Jahr verkaufte Fläche (3,4 Millionen Quadratmeter) eine Million Quadratmeter – Tendenz steigend. Laut der Consulting-Abteilung der Immobilien-Agentur „Peterburgskaja Nedvishemost“ stand noch nie seit Beginn des Baubooms in der Mitte der Neunzigerjahre soviel neuer Wohnraum zur Verfügung.

Gründe für die Stagnation sind eine sehr hohe Bautätigkeit, vor allem in den Petersburger Vororten, der vermehrte Bau von billigem Wohnraum sowie die Entstehung eines Konkurrenzskampfs durch neue Anbieter. Auf der anderen Seite ist die Kaufkraft potentieller Kunden wegen der gedrückten Wirtschaftslage gesunken und das bei gleichbleibend hohen Zinssätzen für Hypotheken.

Preisbewusstsein der Kundschaft gestiegen

Wie der Generaldirektor der Baufirma „Rosstroi“ Sergei Lewtschuk meint, ist der Markt nach jahrzehntelangem Defizit übersättigt und das Preisbewusstsein in der Kundschaft gestiegen – deshalb sei ein Sinken der Preise zu erwarten.

Bei „Yuit-Dom“ ist man vorsichtig mit solchen Prognosen. Wie die Marketing-Leiterin der finnischen Firma Jekaterina Gurtowaja meint, sei das Überangebot vor allem im Economy-Bereich vorhanden. Ausserdem seien viele fertig gebaute Häuser im Bereich der Ringautobahn (KAD) noch ohne Genehmigung durch die Behörden und darum nicht bezugsfertig. Zumindest vorläufig ist noch kein Nachgeben der Preise festzustellen – allein seit Jahresbeginn sind sie um vier Prozent gestiegen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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