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Petersburger Gouverneurin gerät ins Visier der Eiszapfen

Von   /  14. Januar 2011  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Das Neue Jahr hat Gouverneurin Valentina Matwijenko bisher nicht viel Gutes beschehrt. Während der Feiertage, am 6. Januar, wurde am Statschek-Prospekt der sechsjährige Iwan, der mit seiner Grossmutter unterwegs war, von herunterfallendem Eis erschlagen. Der Todesfall löste empörte Reaktionen aus, denn er stand für eine ganze Reihe von Unglücken über die Neujahrstage.

So wurden innerhalb weniger Tage vier Kinder von herabfallenden Eiszapfen getroffen und mussten ins Spital eingeliefert werden. Der Schnee drückte bei einem Petersburger Sportkomplex das Dach auf einer Fläche rund hundert Quadratmetern ein. Ausserdem sorgte der Schnee, bzw. die unsachgemässe Räumung der Dächer für dutzende von Stromausfällen wegen beschädigter Leitungen.

Für einen Eklat hat nun die Forderung der Staatsduma-Abgeordneten Oxana Dmitrewa von der Partei “Gerechtes Russland” gesorgt, die forderte, die Petersburger Gouverneurin müsse sich persönlich vor Gericht für den Tod des kleinen Iwan verantworten, weil sie die Dachreinigung verschlampt habe.

Unmut in der Bevölkerung wegen Eiszapfen und Wassereinbrüchen

Die Stadtregierung wies diese Anschuldigungen klar zurück, mit dem Hinweis, es seien rund acht Millionen Rubel (rund 200.000 Euro) an Budgetgeldern für die Dachräumung bewilligt worden. Ausserdem sei in solchen Fällen die Hausverwaltung zur Verantwortung zu ziehen, welche die Arbeiten organisiere.

Der Unmut in der Bevölkerung gegen diese Behörde wächst, denn sie wird verdächtigt, Gelder aus dem Stadtbudget unterschlagen und bei der Ausrüstung und bei den Arbeitskräften gespart zu haben. Es ist kein Geheimnis, dass obschon sich die Räumungsarbeiten seit vergangenem Jahr verbessert haben, noch längst nicht alle Häuser von Schnee und Eis befreit wurden.

Zudem spielt das Wetter der Stadt übel mit – nach den massiven Schneefällen und dem Frost der vergangenen Monate setzte für kurze Zeit ein Tauwetter ein. Das Schmelzwasser sorgte nicht nur für Plotsch und Riesenpfützen, sondern bei Häusern mit “Schneekappe” auch für massive Wassereinbrüche.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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