Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Petersburger Automarkt setzt Talfahrt fort

Von   /  25. Juli 2013  /  1 Kommentar

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Die Verkäufe auf dem Petersburger Automarkt gehen weiter zurück. Laut  der Zeitung „Kommersant“ wurden in der ersten Jahreshälfte 2013 fünf Prozent weniger Autos verkauft als in der selben Zeitspanne des Vorjahrs.


Gemäss den Zahlen der Agentur „Auto-Dealer-SPB“ wurden im Juni in St. Petersburg 17.500 Neuwagen verkauft. Das sind neun Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahrs und eine deutliche Bestätigung des Abwärtstrends, der bereits seit vier Monaten andauert. Setzt er sich fort, so werden bis Ende Jahr weniger als 200.000 Neuwagen verkauft werden, was zwei Prozent weniger Verkäufe als im Vorjahr und 10 Prozent weniger als 2008 vor der Weltwirtschaftskrise bedeutet.

Verbilligte Kredite helfen vor allem Herstellern im Economy-Bereich

Nach den Angaben von  „Auto-Dealer-SPB“ können die in Kraft getretenen staatlichen Unterstützungsmassnahmen für die Autoindustrie die Situation etwas verbessern. Der russische Staat subventioniert bis im April kommenden Jahres den Autohandel mit verbilligten Krediten für Neuwagen bis 3,5 Tonnen und einem Preis bis 750.000 Rubel.

Doch kommt die Hilfe vor allem dem traditionell russischen Hersteller Lada zugute, der in diesem Preissegment stark vertreten ist, und weniger den ausländischen Marken, die in Petersburg produzieren. Der Direktor des lokalen Händlers „Piter-Lada“ Sergei Rodin ist überzeugt, dass sich dadurch der Absatz stabilisieren und bis Ende Jahr sogar leicht erhöhen könnte, was den ganzen Markt stimulieren könnte.

Höhepunkt beim Absatz erreicht

„Atlant-M“- Direktor Sergei Sawitzki sagt eine Verbesserung für alle Hersteller im Budget-Bereich voraus – so zum Beispiel für Renault, der seit einigen Jahren die Economy-Modelle „Logan“ und „Duster“ in Moskau herstellt. Gleichzeitig gibt Sawitzki aber auch zu bedenken, dass der Rückgang nicht kritisch sei und auch damit zusammenhänge, dass der russische Automarkt seinen Höhepunkt beim Absatz erreicht habe.

Die Hersteller müssten dementsprechend die Produktion ausbalancieren und nüchterne Prognosen stellen, meint der Autohändler. Der Anteil von Petersburg am russischen Automobilmarkt beträgt 7,3 Prozent. Leader ist die Marke Renault, danach folgen Ford und Skoda. (eva)

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Aktuelle Entwicklungen auf dem russischen Automobilmarkt 2010 und 2011

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Der Normalverbraucher hat ja die letzten Jahr Kredite aufgenommen als würde man Ihm das Geld entweder schenken oder mit vorgehaltener Waffe dazu zwingen. Das Frei verfügbare Einkommen ist bei beschäftigten Personen durchaus ausreichend um die Wahnsinns Zinsen ab 15-20% und nach oben offen zu bedienen.

    Ich fahre einen 27 Jahre alten Wagen auf den meine Nachbarn ob seiner Rostflecken und schäbigen Karosserie (aber technisch tip-top) mitleidig bis beleidigt schauen.
    „In 27 Jahren sehen wir uns mit unseren Autos wieder und dann schauen wir mal ob dein Auto noch existiert“ – denke ich mir dann manchmal.

    Der Markt ist gesättigter und das mit den Krediten haben die meisten Bürger inzwischen auch schmerzlich lernen müssen. Ein Auto ist schnell wieder von der Bank gepfändet und für die den Kredit schuften nimmt einem viel von der Freiheit die das Auto versprochen hat, aber wegen Staus nicht das Versprechen nicht einlösen konnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

17 Personen bei Demo gegen Erhöhung des Rentenalters in Petersburg festgenommen

mehr…