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Petersburger Autoindustrie: Ein Silberstreif am Horizont?

Von   /  3. Dezember 2009  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Nach einem schwierigen Jahr  sprechen Experten wieder von einer Erholung der Konjunktur für die russische Automobilindustrie. Nach einem starken Rückgang der Verkäufe scheinen sich die Zahlen nun wieder zu stabilisieren. Während sämtlichen Monaten des laufenden Jahres wurden in Russland im Vergleich zum Vorjahr rund die Hälfte (46,6 Prozent weniger) an Neufahrzeugen verkauft. Laut „Kommersant“ haben sich die Verkäufe seit Oktober erstmals wieder stabilisiert.

Deutlich verändert hat sich die Rangliste der meistverkauften ausländischen Fahrzeuge auf dem russischen Markt. Nahmen früher die japanischen Hersteller Toyota und Nissan eine Spitzenposition ein, so sind sie jetzt hinter den Marken Ford, Chevrolet, Renault und Kia platziert.

Bummelstreik bei GM beendet

Bei General Motors Petersburg wurde vergangene Woche der Bummelstreik offiziell von der Gewerkschaft eingestellt. Der Streik habe keinen Sinn mehr, weil die Betriebsleitung den täglichen Soll-Ausstoss von 90 auf 75 Wagen gesenkt habe. Weniger Autos herzustellen sei auch bei Dienst nach Vorschrift nicht möglich, gestand Gewerkschaftsführer Ewgeni Iwanow ein.

Die Fabrikleitung liess hingegen verlauten, man habe vom Streik nichts bemerkt. Ein Treffen zwischen Direktion und Gewerkschaftern verlief ergebnislos – weder die Anpassung an die Teuerung bei den Löhnen noch die gewünschten Änderungen beim Urlaubsreglement wurden von der Fabrikleitung angenommen. Begründung: die Wirtschaftskrise. Das Petersburger GM-Werk hatte die Produktion im Sommer ganz eingestellt und erst im September wieder mit 20-40 Wagen des Typs Chevrolet Cruze pro Tag gestartet. (eva)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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