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Petersburg will visafreie Einreise auf Flughafen Pulkowo ausdehnen

Von   /  9. Juli 2010  /  1 Kommentar

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eva.- Die Petersburger Stadtregierung will Touristen aus Europa einen dreitägigen Aufenthalt in der Stadt ohne Visum gewähren, schreibt der “Kommersant”. Eine solche Regelung gilt seit vergangenem Jahr für Fährtouristen bei ihrem Landgang in Petersburg, Kaliningrad, Wyborg, Wladiwostok, Korsakow, Noworossiisk und Sotschi – jedoch nur für Reisende in Gruppen. Gemäss Statistik des russischen Transportministeriums hat diese Erleichterung bereits zu einer Verdoppelung der Fährtouristen geführt.

Eine noch viel stärkeres Anwachsen der Touristenströme verspricht sich die Gouverneurin Valentina Matwijenko bei einer Ausdehnung der Freizügigkeit auf den Flughafen Pulkowo, über den mehr als die Hälfte der Touristen in die Stadt gelangen. Sie hat darum bereits einen entsprechenden Antrag für eine Gesetzesänderung in Moskau gestellt.

Ausdehnung der Freizügigkeit wäre „revolutionär“

Nach den Worten des stellvertretenden Direktors des russischen Tourismusverbandes Sergei Kornejew wäre eine solche Regelung revolutionär und könnte schritweise auf das ganze Land ausgedehnt werden. Seiner Meinung nach sind nicht die Kosten für ein Visum die grösste Hemmschwelle für Westeuropäer, sondern ihre Gewohnheit, sich ohne Visum über die Grenzen bewegen zu können. Auch die Aussicht, sich bei der Registrierung mit der russischen Bürokratie abgeben zu müssen, wirkt laut Kornejew abschreckend.

Ausbau von Häfen und Flughäfen dringend nötig

Für eine weitere Steigerung der Fährtouristen ist seiner Ansicht nach ein Ausbau der Hafeninfrastruktur dringend nötig. Der Flughafen Pulkowo plant durch den Ausbau bis 2014 seine jährliche Passagierkapazität von heute acht Millionen auf 17 Millionen zu steigern. Im besten Fall könnte die Visaerleichterung in Verbindung mit der Modernisierung der Transportinfrastruktur bis zu 30 Millionen Touristen ins Land locken, die für Einnahmen von bis zu 13,5 Milliarden Euro sorgen würden.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Da hat der Herr Koronew aber ziemlich recht wenn er meint das die meisten Europäer w.g. den Umständen an der Grenze so zurückhaltent sind.

    Russland gilt ja bei vielen Stamtischpolitikern, die noch nicht hier gewesen sind, als Postsowjetische Mafiahochburg mit Zaristischer Bürokratie. Das hier moderne Menschen leben die und normale bürgliche Bedüfrnisse haben aber ein touristisch fast unerschlossenen riesiges Land mit unberührter Landschaft und fast unendlichen Möglichkeiten zum Ferien machen oder Kultur erleben …

    Ist ein Mensch dann ein paar Tage da gewesen dann nimmt er sicher beim nächsten und längeren Aufenthalt die Visumformalitäten in Anspruch.

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