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Petersburg will noch mehr Fährtouristen – auch wenn es kalt ist

Von   /  13. Dezember 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der Petersburger Passagierhafen verzeichnet für das aktuelle Jahr ein Rekordwachstum an Fährtouristen. Mit stark vergünstigten Hafengebühren in der Kälteperiode will man den Fährtourismus zusätzlich stimmulieren – doch die Experten sind skeptisch.

„Morskoi Fasad“, der Petersburger Passagierterminal, der zu 100 Prozent in Besitz der Stadt ist, vermeldet einen Rekordzuwachs an Fährtouristen für das Jahr 2013. 19 Prozent mehr oder insgesamt 503.215 Passagiere kamen auf 261 Schiffen in die Stadt, schreibt Fontanka.ru. Für das kommende Jahr wurden bereits über 300 Schiffe angekündigt.

Die Zunahme von Fährtouristen trug auch zu einer Gesamtzunahme der Petersburger Touristenzahlen von fünf bis sechs Prozent bei. Man nimmt an, dass bis Jahresende 6,5 Millionen Menschen die Stadt besucht haben werden.

50 Prozent tiefere Hafengebühren

Mit einer Vergünstigung der Anlegegebühren um 50 Prozent will die Stadt auch in der kalten Saison zwischen Oktober und April mehr Kreuzfahrtschiffe in ihren Hafen holen. Bis zu zehn Prozent mehr Schiffe sollen darum 2016/17 die Anker an der Newamündung werfen.

Bisher verkehren in dieser Zeit nur die regionalen Schiffahrtsgesellschaften wie St. Peterline, Tallink, Silja Line und Viking Line. Wie der „Kommersant“ schreibt, planen andere Ostseehäfen wie Tallinn, Kopenhagen und Stockholm dieselben Massnahmen.

Gleichzeitiges Ausladen von Waren und Personen

Experten aus der Fährbranche beurteilen die Erfolgschancen hingegen skeptisch. Zum einen eigneten sich viele Kreuzfahrtschiffe nicht für den Winter, wenn die Ostsee an vielen Orten vereist ist. Zum anderen sei der Treibstoffverbrauch zwei bis drei Mal höher, und Fahrten lohnten sich nur mit Frachtfähren.

Sie raten deshalb dazu, den Terminal auch für das gleichzeitige Ein- und Ausladen von Waren und Passagieren einzurichten, wie es in den meisten anderen Ostseehäfen möglich sei. Bisher bereitet sich der Petersburger Fährterminal aber nur auf eine Erweiterung für grössere Kreuzfahrtschiffe vom Typ „Royal Princess“ mit einer Länge von 330 Metern und verlängert dazu die Molen 1 und 7.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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