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PEF: Verleihung des „Global Energy“ Preises und erste Deals

Von   /  7. Juni 2008  /  Keine Kommentare

12. Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg, erste Deals,

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rian.- Im Rahmen des Petersburger Wirtschaftsforums verlieh Präsident Dmitri Medwedew den „Global Energy“ Preis, der mit insgesamt 30 Millionen Rubel (rund 811 Millionen Euro) dotiert ist.

Ausgezeichnet werden zwei russische Akademiemitglieder, Eduard Wolkow und Oleg Faworski, sowie der kanadische Professor Dr. Clement Bowman.

Oleg Faworski erhält die Auszeichnung für seine Entwicklungen auf dem Gebiet Gasturbinenantriebe und Anlagen zur dezentralisierten Stromerzeugung sowie leistungsstarke Gasverdichterstationen. Eduard Wolkow wird der Preis für seine Methode für die Produktion von synthetischem Treibstoff aus Ölschiefer und Ölsand zuerkannt, der zur Deckung des Energiebedarfs beitragen kann.

Der Kanadier Clement Bowman erhält den Preis für seine Leistungen auf dem gleichen Gebiet. Dank dieser Technologie kann der Preis für aus Ölschiefer produziertes Öl bei nur 15 bis 40 US-Dollar je Barrel gegenüber etwa 120 Dollar für „richtiges“ Öl gesenkt werden. Ausserdem werden die weltweiten Ölschiefervorräte auf 550 bis 630 Milliarden Tonnen, die Erdölvorräte hingegen auf 140 bis 160 Milliarden Tonnen geschätzt.

Der Internationale Preis „Global Energy“ wurde 2002 gestiftet. Damit werden hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Energie in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft zur Erhöhung der Effizienz der Energienutzung, Energieeinsparung und zum Schutz der Umwelt ausgezeichnet. 17 bekannte Wissenschaftler aus acht Ländern erhielten bis jetzt diesen Preis, darunter aus Russland, Deutschland, Frankreich, Japan; Großbritannien, Island und Kanada.

Der russische Flugzeugbauer Sukhoi hat bereits 73 Festaufträge für sein neustes Mittelstreckenflugzeug Superjet-100 akquiriert. Das teilte Konzernchef Michail Pogossjan am Rande des Forums mit. Allein die russische Fluggesellschaft Aeroflot habe 30 Maschinen bestellt. Der Superjet-100, der in diesem Mai seinen ersten Testflug absolviert hat, gilt als große Hoffnung der russischen Flugzeugindustrie und ist das erste grundsätzlich neue Zivilflugzeug, das in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion entwickelt wurde. Die Maschine soll die veralteten Typen Tu-134 und Jak-42 ersetzen.

Das Projekt wird von Sukhoi Civil Aircraft (Tochter des weltberühmten Kampfjet-Bauers Sukhoi) in Kooperation mit Boeing sowie mit Snecma (Frankreich) und Alenia Aeronautica (Italien) getragen und hat ein geschätztes Volumen von 1,4 Milliarden US-Dollar. Der Marktbedarf an Superjet-100 wird bis 2023 auf 5500 Stück geschätzt, was rund 100 Milliarden Dollar entspricht. Sukhoi will mindestens 700 Maschinen dieses Typs bauen. Laut Prognosen können 35 Prozent davon in Nordamerika, 25 Prozent in Europa, zehn Prozent in Lateinamerika und sieben Prozent in Russland und China verkauft werden.

Die staatlich kontrollierte russische Großbank Sberbank (Sparkasse) will demnächst Euroobligationen emittieren, sagte die Sberbank-Vizevorsitzende Bella Slatkis. Ihr zufolge erwartet Sberbank entsprechend gute Vorschläge. Insgesamt plant die Sberbank in diesem Jahr auf den Auslandsmärkten drei Milliarden US-Dollar zu platzieren.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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