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Parkgebühren im Petersburger Stadtzentrum – ab Mai 2015 gilts ernst

Von   /  26. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Ab Mai müssen jene, die im Zentrum parkieren wollen, ins Portemonnaie greifen. Die Stunde Parkieren wird 60 Rubel kosten, allerdings gilt die Gebührenpflicht nur tagsüber, dafür auch an Wochenenden.

Für Anwohner gibt es Vergünstigungen – sie sollen das Parken mit 1800 Rubel pro Monat berappen, doch werden pro Haushalt lediglich zwei Parkkarten abgegeben. Für alle anderen kostet eine Monatskarte 12.000 Rubel und die Jahreskarte 108.000 Rubel. Mit seinen Parktarifen liegt Petersburg nur etwa einen Viertel unter jenen von Moskau, wo die Stunde Parkieren im Zentrum 80 Rubel kostet.

Zone zwischen Ligowski, Newski und Fontanka

Die Gebühren werden zu Beginn in einer Test-Zone erhoben, die durch den Ligowski-Prospekt, den Fontanka-Kanal und den Newski-Prospekt begrenzt wird. An insgesamt 27 Strassen mit rund 3000 Parkplätzen werden zur Zeit Parkometer installiert, darunter die Uliza Vostania, Uliza Nekrasowa Uliza Schukowskowo und Uliza Majakowskowo. Ursprünglich sollte die Gebührenpflicht in dieser Zone bereits im ersten Quartal 2015 eingeführt werden, aber wegen Verzögerungen bei der Vergabe der Parkkarten an die Bewohner wurde der Starttermin verschoben.

Nach den Plänen der Stadtregierung soll 2015 eine weitere Parkzone im Bereich zwischen Newa, Fontanka-Kanal, Lermontow-Prospekt, Ploschad Truda, Uliza Dekabristow und Krjukow-Kanal eingerichtet eingerichtet werden. Die Finanzierung dieses Projekts mit Hilfe eines Weltbank-Kredits, wurde allerdings durch die Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Frage gestellt.

Geteilte Meinungen zur Parkgebühr

Die Meinungen über diese Massnahmen, die den wachsenden Verkehr in der Innenstadt vermindern soll, gehen auseinander. So findet der Leiter der Bewegung „Stadtprojekte“ Maxim Katz, die Lösung sei adäquat und zeige schon heute positive Resultate in Moskau. 2014 habe sich dort die durchschnittliche Fortbewegungsgeschwindigkeit im Zentrum zum ersten Mal verkürzt und nicht verlängert. Moskaus Zentrum ist schon seit Jahren konstant durch den massiven Autoverkehr verstopft. Allerdings sollte die Stadt Petersburg laut Katz parallel zur Einführung der Parkgebühren das öffentliche Verkehrsangebot verbessern und nicht weiter die Strassen für den Autoverkehr verbreitern wie es momentan geschieht.

Alexander Cholodow von der Automobilisten-Bewegung „Wahl-Freiheit“ prophezeit hingegen, dass die Parkgebühren nur zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führten, weil die Leute zum umparkieren mehr herumfahren müssen. Die Höhe der Parkkosten findet er zu hoch für Autobesitzer mit niedrigem Einkommen und zu niedrig für die reichen. In der Ziffer 108 sieht er nur zwei positive Dinge: eine heilige Zahl für Buddhisten und die Nummer von Wladimir Putins Garage in St. Petersburg.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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