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Parken im Zentrum von Sankt Petersburg wird gebührenpflichtig

Von   /  12. Mai 2011  /  Keine Kommentare

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mm. – In Sankt Petersburg kann geparkt werden wie im Deutschland der 60er Jahre. Es gibt kaum Fussgängerzonen und im Zentrum wird, sofern man durch den Stau überhaupt dorthin gelangt, dann jedes Fleckchen befahrebaren Untergrunds  am Strassenrand und den Bürgersteigen wild vollgestellt. Der Raum ist so knapp,  dass selbst dünne Fussgänger und öfters die Kinderwagenpiloten auf die Strasse ausweichen müssen. Wo man geht und steht, es ist nicht zu übersehen das St. Petersburg ein grosses Verkehrsproblem im Zentrum hat. Versuche Parkplätze auf öffentlichem Raum von privaten Wächtern abzukassieren gibts immer wieder, illegales Ausperren der Allgemeinheit im öffentlichen Raum vor Firmenzentralen, parken in 2.ter und dritter Reihe bis andere Fahrzeuge nicht mehr wegfahren können, plus  mehrere gescheiterte Versuche der Stadt Parkebgühren einzuführen haben dem Drang der automobilen Klasse nicht bremsen können,  alltäglich die Strassen bis zur Totalblockade zu verstopfen.

Kein Wunder also, das einmal mehr darüber nachgedacht wird den Wildwuchs zu ordnen und in St. Petersburg städtische Parkgebühren einzuführen. Die Gouverneurin Walentina Matwijenko hat Heute  einen Gesetzentwurf dazu zur Beratung im Stadtparlament eingebracht.

Zu Beginn des Milleniums ist bereits ein änlicher Versuch gescheitert, da föderale Gesetze bei Parkgebühren eine geringere Gewerbesteuer vorschreiben, und „freiwillig weniger Einnahmen“ waren keine Option für die Stadt. Die Einrichtung von gebührenpflichtigen Parkplätzen und Zonen bedarf daher einer delikaten juristischen Vorbereitung um nicht wieder vor Gericht gestoppt zu werden.

Beim gemeinen Volk gilt das einkassieren von Geld auf der Strasse, egal aus welchem guten Grund, als sehr korruptionsgefährdetes Geschäft, da der „menschliche Faktor“ eine zu grosse Rolle spielt.
Den Fussgängern würde mehr Ordnung im Strassenraum jedoch das Leben erleichtern.

Foto: Author

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