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Österreichische Malerei in den Katakomben der Petrikirche

Von   /  7. Juni 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- In den Katakomben der Petrikirche wird eine Ausstellung mit Werken von Brigitte Bruckner und Josef Mikl gezeigt. Sie umfasst Glasmalerei und Landschaften von Mikl und Bruckner, die als Lebenspartner und als Künstlerkollegen verbunden waren.

Die Ausstellung erinnert zum einen an Josef (1929-2008) Mikl, der den abstrakten Realismus vertrat und zu den bekanntesten österreichischen Künstlern der Nachkriegszeit gehörte. Nach seinem Studium an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien rief er gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Arnulf Rainer die Künstlergruppe „Galerie nächst St. Stephan“. Ausserdem nahm er zweimal an der documenta teil und vertrat Österreich 1968 an der Biennale in Venedig. Später war er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Von ihm sind in der Ausstellung Glasmalereien vertreten, die für die Ausschmückung der Kirche St. Stephan in Amstetten (Österreich) vorgesehen waren. Die abstrakten Arbeiten passen sehr gut zum surreal anmutenden Ausstellungsraum, direkt unter dem früheren Schwimmbassin, das sich während der Sowjetzeit in der Petrikirche befand.

Alpenlandschaften und „Kleider machen Leute“

Einen deutlichen Gegensatz dazu bilden die Werke seiner Frau Brigitte Bruckner. Zum einen stellt sie gemalte Kleidungsstücke aus. Nach der Devise „Kleider machen Leute“ porträtiert sie damit unsichtbare Personen. Zum anderen zeigt sie Alpenlandschaften aus der Region Salzburg.

Salzburg war eines der verbindenden Elemente in Bruckners und Mikls Beziehung, denn an der dortigen Sommerakademie lernten sich die beiden kennen als Bruckner Mikl assistierte. Eine weitere bedeutende Zusammenarbeit der beiden wurde die Bemalung des Saals in der Wiener Hofburg mit einer Gesamtfläche von rund 400 Quadratmetern in den Jahren 1994 bis 96.

Bis 14. Juni. Kirche St. Peter und Paul. Deutsche Evangelisch-Lutherische St. Annen- und St. Petrigemeinde. Newski Prospekt 22-24. Tel. 312-07-98.Eintritt frei. Die Ausstellung ist jeweils von 14.00 bis 19.00 geöffnet. www.petrikirche.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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