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Neues Verfahren im Fall Starowoitowa eingeleitet

Von   /  1. November 2011  /  Keine Kommentare

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eva.- Im Mordfall der Petersburger Duma-Abgeordneten Galina Starowoitowa ist ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, schreibt Fontanka.ru. Der Auslöser für die neue Untersuchung des inzwischen 13 Jahre alten Falls durch den Inlandgeheimdienst FSB ist jedoch reichlich nebulös.


In einem Brief einer Stiftung „Humanitäre Hilfe für die Bürger von St. Petersburg“ an den Duma-Sicherheitsausschuss soll sich die Stiftungspräsidentin Natalia Garkawenko darüber beschwehrt haben, dass sechs Jahre nach der Verurteilung der Täter und Organisatoren die Auftraggeber des Killermords noch immer nicht bestraft worden seien.

Starowoitowa war am 21. November 1998 im Eingang ihres Hauses am Moika-Kanal erschossen worden. Drei Männer, darunter der Organisator Juri Koltschin waren 2005 zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Koltschin wiederum hat vor kurzem ausgesagt, er habe den Auftrag vom Ex-Duma-Abgeordneten und Mafioso Michail Gluschenko erhalten, der mittlerweile wegen mehrfachem Mordverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, Drahtzieher der Ermordung des Petersburger Geschäftsmanns Wjatscheslaw Schewtschenko 2009 auf Zypern gewesen zu sein.

Wie Fontanka.ru bei Recherchen herausfand, könnten die beiden Fälle – Gluschenko und Starowoitowa – ineinander verstrickt sein. Der Hauptsitz der Stiftung „Humanitäre Hilfe für die Bürger von St. Petersburg“ befindet sich nämlich in einem Business-Center am Newski-Prospekt, das von der Gruppe „Nord“ unter Sergei Schewtschenko, dem Bruder des auf Zypern ermordeten Unternehmers kontrolliert wird.

Auch wenn damit noch wenig Klarheit in den Fall Starowoitowa gebracht wird, so verdichten sich doch die Hinweise auf eine Rolle Michail Gluschenkos als Auftraggeber. Als streitbare Duma-Abgeordnete und Vertreterin der Partei „Demokratisches Russland“ könnte sie den Mafia-Kreisen Petersburgs der Neunzigerjahre im Wege gestanden haben.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Russland vor einem Jahrzehnt – ein schwarzes Loch

Michail Gluschenko als Auftraggeber des Starowoitowa-Mordes genannt

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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