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“Neues Monument auf altes Postament” – Skulpturen im politischen Wechselspiel

Von   /  2. August 2013  /  Keine Kommentare

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eva.- In seinem Innenhof zeigt das Städtische Skulpturenmuseum zur Zeit die Ausstellung “Neues Monument auf altes Postament”, mit der die “Lenins Plan” von 1918 dokumentiert wird, mit dem nach der Revolution eine ganze Reihe wichtiger Denkmäler der Zarenzeit gegen die Helden der jungen Sowjetzeit ausgetauscht wurde (siehe Fotogalerie).

Mindestens 15 Standbilder, darunter sämtliche Herrscherfiguren mussten auf Lenins Geheiss von ihren Podesten verschwinden und innert Rekordzeit durch Idole der neuen Zeit ausgetauscht werden. Wegen der Geld- und Materialknappheit verwendete man dabei oft billige und wenig beständige Materialien wie Gips oder Zement, so dass heute nicht mehr viele der damaligen Skulpturen nur noch auf Fotografien existieren.

Fotos auf Bannerformat vergrössert

Die Bilder wurden für die Ausstellung auf Bannerformat vergrössert und zusammen mit den Standbildern aus den Magazinen des Skulpturenmuseums in einem Zelt und an den Wänden des Innenhofs präsentiert. Mit leuchtenden Rottönen wurde eine „revolutionäre Aura“ geschaffen, zur Vernissage wurden suprematistische Brötchen serviert.

Im Rahmen der Ausstellung wird eine Reihe von Filmabenden, Theateraufführungen sowie eine Veloexkursion zu den noch bestehenden Monumenten, bzw. Postamenten durchgeführt, die damals von der „Austauschaktion“ betroffen waren.

Die Ausstellung ist bis am 28. September geöffnet. Ausstellungssaal des städtischen Skulpturenmuseums, Newski Prospekt 179/2. Eintritt 50-100 Rubel. Тel. 314-12-14. www.gmgs.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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