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Neues Jahr – Neue Preise – die wichtigsten Preisänderungen in St. Petersburg

Von   /  7. Januar 2010  /  2 Kommentare

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mm. – Die staatliche Tarifkommision erfreut die Bürger mit einer ganzen Reihe neuer Erlasse – Wichtige Preise werden hierzulande eben wie zu „Gosplan“ Zeiten von oben bestimmt. Keine Überraschung: Alles wird teurer. Hier die wichtigsten weiteren Zahlen von Strom,Gas, Post, Bahn, Metro und Marschrutka..


Energie

Seit dem 1. Januar verteuert sich Gas um 5% und ab dem 1. April nochmal um 15%. Der Strom verteuert sich für die Bürger um 10% und bleibt damit Weit unter der Steigerung vom Vorjahr von 25%.

Parallel dazu werden die Gaspreise für die Industrie- und Grossabnehmer mit individuellen Raten sowie die Durchleitungspreise um 12,3% angehoben. Die Stromkosten für die Industrie verteuerten sich im Vorjahr um 19% und werden in diesem Jahr um 7,6% angehoben.

Post

Die Postgebühren verteuern sich im Schnitt um 12% verkündet die FGUP „Potschta Rossii“. Die Briefpost wird aufgrund Ihre „Sozialen Bedeutung“ dabei nach wie vor nicht Kostendecken betrieben. Wie die Tarifkommission betont wird die Briefpost wird aus nicht regulierten Geschäftsbereichgen der Post quersubventioniert.

Der Standardbrief bis 20g wird 2010 10,50 Rubel statt zuvor 9 Rubel kosten.

Russische Eisenbahn
Der Transport von Personen und Reisegepäck wurde um 10% erhöht. Für die anderweitig betriebenen „gemieteten“ „Firmenii“ Züge erhöhen sie die Preise um 12%.
Die Beförderung von Wagons und Rollmaterial im Besitz der Kunden erhöhen sich die Preise um 8%.

Metro, Bus und Strassebahn
Die Metro erhöht von 20 auf 22 Rubel. Bus, Trolleybus und Strassenbahn erhöhen von 18 auf 19 Rubel.

Marschrutkas – Sammeltaxis
Die wichtigen Sammeltaxiunternehmen im Stadtgebiet erhöhen Ihre Preise je nach Unternehmen auf 27-30 Rubel. Für den Verkehr ins Umland empfiehlt die Stadtverwaltung einen Preis von 2,90 Rubel pro Kilometer.

Text: rian, gostarif, rugosstat uvm.
Bild: Wikimedia Commons

* GosPlan – Zentrales Komitee für die Wirtschaftsplanung der Sowjetunion…

http://de.wikipedia.org/wiki/Gosplan

„Das Bestreben, alles zu kontrollieren und bis ins kleinste Detail zu planen führte zu unnötiger Zentralisierung der Wirtschaft und nahm den Betriebsleitern vor Ort jegliche Initiative und Einflussmöglichkeit. Die Verbürokratisierung hatte die Ineffizienz und Ressourcenverschwendung zur Folge, was wiederum zu Engpässen bei der Versorgung mit Konsumgütern führte.“

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2 Kommentare

  1. mm sagt:

    Hallo Andreas,

    berechtigte Frage – nur ist dieser Preis extrem „variabel“.

    Selbst Lenenergo kann mit jedem Abnehmer unterschiedliche Preise vereinbaren. Kurzum es ist ein „Dschungel“ und auf den ersten Blick undurchsichtiger wie der in Deutschland. Ich habs bislang vermieden alle Parameter dazu kennenzulernen (ggf. hat ja Gosplan / Tarifkommission den Durchblick – was ich aber bezweifele)

    Also ohne direktes Vertragsverhältniss mit dem Lieferanten (Lenenergo ) ist die Zusammensetzung der Preise undruchsichtig, unterliegt vielen Parametern und ist seit den Zeiten als Leute aus Kommunalkas in den Knast gewandert sind weil sie auf der gemeinsamen Toilette die Lampe vom Zimmernachbar benutzten (ja pro Zimmer eine eigner Stromzaehler und auf dem Oertchen eine eigene Lampe) ein tief in die Psyche der Bürger eingraviertes Dauerthema.

    Obwohl die Verschwendung von Elektrizität geradezu absurdes Ausmass annimmt, z.B. Tag und Nacht brennende Treppenhausbeleuchtung, Strassenlampen und das setzt sich ja überall in ähnlicher Art und Weise in der -noch nicht modernisierten – Industrie fort. Stromsparen ist ein Dauerthema in St. Petersburger Haushalten.

    Strom wurde früher (bis in die 90er und teilweise auch noch Heute) vor allem durch durch „Ausbauen des Zählers“, „Anschluss an der Leitung der Nachbarn“ :) „gespart“.
    Oder falls Zuhause mal ein ein Lämpchen nicht ausgeschaltet wird – das kann das unweigerlich zur Scheidung führen – analog zur falsch ausgedrückte Zahnpastatuben im westlicheren Europa……

    Scherze beiseite

    Für die Wohnungen E Rechnung ist das „Shilkontor“ also die Hausverwaltung zuständig welche auch die Monatlichen Abrechungen in die ( oft nicht vorhanden Briefkästen) legt oder unter der Tür durchschiebt. Dort ist der KW Preis für Ihr Haus individuell aufgezeichnet.

    Bei Eigentümergemeinschaften (TSZ) ist diese der Vertragspartner und je nach Grad der „Verträge“ = Bestechung (sorry das gibts ja nicht, also „Nebenkosten“) -, Rückvergütungs-, Bauträgerleistungen, Elektrikerkosten-… usw. kommen dort andere Beträge aufs Papier.

    Als Richtwert in unser TSZ kostet das Kilowatt genau 1,62 Rubel, plus Bankgebühren.

    Aber Achtung – in Häusern mit Gasanschluss wird ein anderer Grundtarif angesetzt (vermutlich weil diese Bewohner im Notfall die Wohnung mit dem offenen Backöfen heizen können statt mit dem Elektroherd) daher haben Häuser ohne Gas einen niedrigeren Grundtarif w.g. höhermen Verbrauch, d.h. Häuser mit bis zu 6 Stockwerken die Gas haben können durchaus ein mehrfaches zahlen… Auf unserer Datscha-Gemeinschaft bestimmen wir den Strompreis Selber und weil die Leitungen so teuer sind liegen wir bei knapp 3 Rubel.

    Falls Sie sich mal richtig in die Materie einarbeiten wollen – für fundiertere Informationen als mein „Erfahrungs“ bericht währen wir und unsere Leser allemal dankbar. Sie wissen ja wir sind eine Mitmachzeitung :)

  2. Andreas sagt:

    Hallo,
    für mich wäre es interessant zu erfahren was eine Kwh Strom nun genau kosten würde.

    MfG,
    Andreas

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