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Neuer Schweizer Botschafter in Moskau: Quereinsteiger statt Russlandkennerin

Von   /  18. Dezember 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Nach vier Jahren wird Pierre Helg als schweizer Botschafter in Moskau abgelöst. Anstelle der offiziell bereits nach Moskau beorderten Russlandkennerin Krystyna Marty Lang, übernimmt mit dem abgetretenen Staatssekretär Yves Rossier ein Quereinsteiger den Posten.

Laut der Neuen Zürcher Zeitung steckt hinter der kurzfristigen Entscheidung eine politische Rochade in der Schweiz. Yves Rossier hatte die Position laut NZZ dank Aussenminister Didier Burkhalter als „diplomatischer Fallschirm“ erhalten, nachdem er von seiner Stelle als Staatssekretär im EDA zurückgetreten war.

Der Jurassier ist FDP-Mitglied und war als wissenschaftlicher Berater der Bundesräte Jean-Pascal Delamuraz und Pascal Couchepin tätig. Von 2000 bis 2003 leitete er die Eidgenössische Spielbankenkommission. Im Februar 2004 wurde er Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). Auf dem diplomatischen Parkett hat er jedoch kaum Erfahrung – ganz im Gegensatz zu der vorgesehenen Krystyna Marty Lang.

Umzug nach Moskau bereits vorbereitet

Sie wurde in Südafrika geboren und absolvierte in Zürich Sinologie und internationales Recht. Danach war sie unter anderem für das Rote Kreuz in Sri Lanka und Bosnien tätig. 1996 begann sie ihre diplomatische Laufbahn und war bisher in Taschkent und Peking stationiert. 2011 wurde sie Botschafterin der Schweiz in der Republik Kosovo.

Krystyna Marty Lang hatten sich nach eigenen Angaben bereits auf den Umzug nach Moskau vorbereitet als sie über die Sistierung der Versetzung benachrichtigt wurden. Stattdessen wird Marty Lang nun eine Stelle als stellvertretende Staatssekretärin in Bern antreten.

Bild: PD

www.nzz.ch

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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