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Neuer Frachtterminal Ust-Luga öffnet Russland Tor zum Welthandel

Von   /  19. Oktober 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Im neuen Hafen von Ust-Luga südlich von St. Petersburg legte gestern der erste Auto-Transporter an. Der multifunktionale Terminal “Jug-2” ist der erste seiner Art in ganz Russland und befreit das Land aus der Abhängigkeit von seinen Nachbarn im Import- und Exportgeschäft.

3000 Autos der Marke Hyundai brachte der koreanische Transporter “Grand Mercury” nach Russland. Bisher wurden solche Einfuhren über Häfen in Finnland im Baltikum abgewickelt, weil Russland über keinen einzigen Terminal für moderne Transportschiffe verfügte. Wenn “Jug-2” im kommenden Frühling den regulären Betrieb aufnimmt, wird auch diese Lücke geschlossen – ein historischer Moment.

Der neue Hafen ist in erster Linie auf den Auto-Handel ausgerichtet – jedoch nicht mehr nur auf den Import. Hersteller wie Hyundai, die ihre Fabriken in der Region St. Petersburg liessen bereits verlauten, dass sie ihre Wagen in Zukunft nicht nur für den russischen Markt auch für andere Länder bauen wollen.

Ust-Luga entlastet Petersburger Hafen

Laut “Kommersant” werden ab 2011 aber auch andere Waren über Ust-Ischora abgefertigt werden – schliesslich ist das neue Portal auch für Containerschiffe eingerichtet, auf denen so gut wie alles befördert werden kann. Damit schneidet sich der russische Hafen ein bedeutendes Stück aus dem “Fracht-Kuchen” benachbarter ausländischer Häfen ab und entlastet gleichzeitig den chronisch überfrachteten Petersburger Hafen.

Zudem fallen Verlad und Transport aus dem Ausland sowie stunden- und tagelange Wartezeiten an den Grenzposten weg. Das bedeutet wesentlich schnellere Lieferfristen sowie eine deutliche Senkung der Kosten um fünf bis sieben Prozent, von denen letztlich auch der Konsument profitiert. (eva)

Bild: www.ust-luga.ru

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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