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Neue Verkehrskonzepte für Petersburg – die Kosten steigen

Von   /  22. April 2012  /  Keine Kommentare

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Von Anna Smoljarowa
Jede Megapolis braucht eine gut entwickelte Infrastruktur, und dies verschlingt stets grosse Summen. Zu den Prioritäten Petersburg gehören die Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen „Pulkowo“, sowie der Eisenbahnverkehr zwischen Petersburg und Moskau. Im Herbst 2011 hat der neue Gouverneur Georgij Poltawtschenko bereits das Orlowskij Tunnel-Projekt, der die beiden Newaufer für den Autoverkehr verbunden hätte, wegen zu hoher Kosten eingefroren.

Jetzt wird das Projekt „Aeroexpress“ frisch verhandelt, das den Shuttle-Verkehr zwischen Flughafen und Stadt sicherstellen soll. Die Stadtregierung hat bisher all ihre Verpflichtungen erfüllt, aber jetzt wollen die Investitionspartner der Stadt mehr Geld aus dem Budget, erklärt Vize-Gouverneur Sergej Wjazalow. Statt 3 Milliarden Rubel fordert die russische Bahn (RZD) zusätzliche Gelder in der Höhe von neun Milliarden Rubel.Bevor die Stadt mehr Geld bewilligt, verlangt sie jedoch eine Begründung für den starken Anstieg der Kosten. Ausserdem, argumentiert Sergej Wjazalow, gehöre dieses Projekt nicht zum Verkehrsentwicklungsprogramm der Stadt, sondern sei als „Aeroexpress“ Teil der Flughafen-Rekonstruktion, die von einem Privatkonzessionär geführt wird.

Gleichzeitig gab Sergej Wjazalow bekannt, dass die Stadtregierung die Idee eines neuen Bahnhofs diskutiere, der für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Petersburg und Moskau gebaut werden könnte, um den Moskauer- und Ladogaer Bahnhof  nicht zu überlasten. Da dies momentan nur in Form eines Vorschlags existiere, sei es schwierig zu sagen, wieviel so eine Errichtungs kosten könnte. Insgesammt sollen die Verkehrsprojekte der Stadt und des Leningrader Gebiets für die kommenden acht Jahre den Staat etwa eine Trillion 890 Milliarden Rubel kosten, sagt heute der Vorsitzende der Koordinationsrats des Verkehrministeriums Igor Lewitin. Der Kostenvoranschlag wird jetzt auf föderalem Niveau geprüft.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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