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Neue Ausstellungssäle der Eremitage im Generalstab eröffnet

Von   /  14. Dezember 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- Wie angekündigt eröffnete die Eremitage die erste Etappe des umgebauten Generalstabsflügels. An der Feier waren zwar noch kaum Kunstwerke zu sehen – dafür erfüllten Musik und prominente Gäste die modernen Museumsräume.

Neben Eremitage-Direktor Michail Piotrowski trat die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko auf. Sie lobte Qualität und Zuverlässigkeit der mit dem Umbau beauftragten Baufirma “Intarsia”. Das Generalstabsprojekt sei wohl das einzige Beispiel einer Modernisierung eines historischen Gebäudes in der Stadt, das keinerlei Konflikte hervorgerufen habe, so Matwijenko.

Wie alle anderen Gäste zeigte sie sich beeindruckt vom Foyer der neuen Anlage, zu dem eine grosse Marmortreppe gehört, die zum 15 Meter hohen Eingansportal führt, das durch ein zweiflügliges Eichenholztor verschlossen wird. Mit dem Generalstab verfügt die Eremitage als erstes grosses Petersburger Museum über moderne Räumlichkeiten, in denen Kunst ohne “historische Kulisse” ausgestellt werden können.

Brücke mit gläsernem Boden

Bei ihrem Rundgang besichtigten die Gäste auch die Brücke mit gläsernem Boden, das die beiden Flügel verbindet. Die gesamte Anlage ist sehr minimalistisch gestaltet, wertvolle historische Bausubstanz, wie zum Beispiel Kachelöfen wurde bewahrt und in den modernen Bau integriert. Die moderne Klimaanlage, welche für ideale Bedingungen für Kunstwerke und Besucher sorgen soll, funktionierte ohne am Premiereabend ohne Probleme.

Am Eröffnungsabend waren ausser zwei Werken von Henri Matisse noch keine Kunstwerke ausgestellt – dafür bewährte sich die Eingangstreppe ein erstes Mal als Konzertbühne bei einem Auftritt des Opernsängers Vassili Gerello aus dem Ensemble des Mariinski-Theaters. Die Darbietung sei zwar relativ laut gewesen, dafür habe sich ein echter Stereo-Effekt eingestellt, schreibt Fontanka.ru.

Abschluss des Umbaus bis 2014 geplant

Der linke Flügel des Generalstabs wird seit 2008 nach dem Projekt des Architekturbüros “Studio-44” unter der Leitung von Nikita Jawein umgebaut. Bis 2014 sollen die Modernisierung der insgesamt 45 Räume abgeschlossen sein. Im neuen Trakt soll unter anderem eine Abteilung für zeitgenössische Kunst entstehen.

Bild: www.gov.spb.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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