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Nachlese Deutsche Woche 2016: Schattentheater, Fotoausstellung, Flohmarkt und Lesung im Begegnungszentrum

Von   /  1. Mai 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Deutsch-Russische Begegnungszentrum bot sich dieses Jahr als Plattform für eine Vielzahl von Veranstaltungen an: Der traditionelle Öko-Bücherflohmarkt, Schattentheater mit Anna Fabuli aus Hamburg, eine Ausstellung mit Fotografien der Schlösser in Brandenburg sowie eine Präsentation des Buchs „Der beschwiegene Deduschka“ von Dina Kittel (Fotogalerie).

Die Hamburgerin Anna Fabuli trat während der ganzen Woche auf, verzauberte das Publikum mit ihren Märchen, wie dem „Hans im Glück“ oder „Der Igel und der Hase“. Ihre kleine Bühne besteht aus einer umgebauten Kartonschachtel mit Bühnenausschnitt und mattem Lichtfenster. Dahinter springen, spazieren, tanzen und fliegen die Fabelwesen, begleitet von der lebendigen Märchenstimme Fabulis. Sie lässt die einfach ausgeschnittenen Personen und Tiere leben, sie lachen, schreien, weinen und singen. Alles wird von der Zauberstimme Fabulis nachgeahmt, die mit ihrem Charme und ihrer Leidenschaft Kinder und Erwachsene im Publikum ansteckt.

Wie Fabuli erklärte, ist sie mit dieser einfachen Bühne bereits um die halbe Welt gereist. Ihr ganzes Theater mit dutzenden Figuren lässt sich in einem einzigen Koffer unterbringen. Neben ihren Auftritten leitete Fabuli Workshops zum Bau eines eigenen Theaters. Sie könne nichts wegschmeissen, alle Reste von Papier oder Stoff könne noch für etwas verwendet werden. Tatsächlich begannen die Teilnehmer nach einiger Zeit begeistert die verschiedensten Fabelwesen aus Restenteilen zu schneiden. Fabuli trat auch während des traditionellen Öko-Flohmarkts auf, der ein grosses Publikum anlockte.

Tränen der Rührung an Dina Kittels Buchpräsentation

Eine sehr berührende Begegnung war der Auftritt von Dina Kittel, die ihr Buch „Der beschwiegene Deduschka“ vorstellte. Darin erzählt sie parallel die eigene Geschichte mit der Suche nach ihrem verschwiegenen russischen Grossvater und dessen Familiengeschichte, die ihn 1945 im eroberten Breslau mit einer jungen Deutschen zusammen führt – ihrer Grossmutter. Kittel las die Auszüge aus ihrem Buch mit viel Hingabe und trat als leidenschaftliche Sängerin russischer Lieder mit ihrer Gitarre auf. Dabei flossen Tränen, darunter auch jene ihrer Verwandten, auf die sie bei ihrer Suche nach dem Grossvater gestossen war und die extra zu Kittels Auftritt nach St. Petersburg gekommen waren.

Kittel eröffnete auch die Fotoausstellung „Königlicher Glanz – die preussischen Schlösser und Gärten in Brandenburg in Berlin im Begegnungszentrum. In den unzähligen Schlössern und Landsitzen Preussens sind zahlreiche architektonische und historische Berührungspunkte zwischen Deutschland und Russland zu finden. Einerseits stammten zahlreiche Prinzessinnen und Fürstinnen im russischen Adel aus dieser Region, andererseits führte dies zu einer Wiederholung von Inneneinrichtungen in russischen Residenzen um St. Petersburg. Sogar in Putins Konstantinspalast soll bei der Renovation ein Zimmer nach einer preussischen Residenz eingerichtet worden sein.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.deutsche-woche.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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