Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Nachlese Deutsche Woche 2016: Konzert mit Funny van Dannen, Lesung mit Martin Schäuble und LitClub im Goethe-Institut

Von   /  4. Mai 2016  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Das „Café D“ war auch dieses Jahr eine wichtige Plattform für Veranstaltungen der Deutschen Woche. Unter anderem stellte dort der Journalist und Schriftsteller Martin Schäuble seinen Roman „Die Scanner“ vor, und der deutsch-holländische Musiker, Poet und Maler Funny van Dannen spielte vor vollem Saal – auch dann noch, als plötzlich das Licht ausging (Fotogalerie).

Das Stichwort „Terrorismus“ steht im Zentrum von Martin Schäubles Werk, doch verwendet er den Begriff seinem Buch „Die Scanner“ auf ungewöhnliche Weise. Terroristen sind dort all jene, zur Geheimorganisation „Büchergilde“ gehören und die letzten gedruckten Bücher vor dem Einscannen und Vernichten durch die allmächtige „Scan AG“ bewahren.

Die Hauptfiguren Rob und Jojo, die für den Medienkonzern arbeiten geraten unversehens zwischen die Fronten und entscheiden sich schliesslich für die Seite der „Büchergilde“. Auf witzige und unterhaltsame Weise zeigt der Autor seinem Publikum die düstere Zukunftsvision einer virtualisierten Welt, deren Bewohner durch Konzerne kontrolliert werden.

Misstrauen an russischen Schulen

Als Verfasser von Büchern über den Dschihad und das schwierige Verhältnis zwischen Israeli und Palästinensern sprach er jedoch auch über Terrorismus in Nahost. Während Langzeitrecherchen vor Ort versuchte er herauszufinden, was junge Araber dazu treibt, Terroristen zu werden. Die entstanden Bücher sollen helfen, die „Black Box Dshihad“ verständlich zu machen.

Auch in Russland stellte Schäuble seine Bücher an Schulen vor, wobei er jedoch auf teilweise grosses Misstrauen stiess, weil einige Eltern die Bücher als eine „Anleitung“ zum Terrorismus interpretierten. Während der Diskussion wurde auch das Thema „Terror von rechts“ angesprochen, das Schäuble momentan in Deutschland untersucht und von dem voraussichtlich sein nächstes Buch handeln wird.

Begeisterter Applaus für Funny van Dannen

Zu einem heiteren Abend mit Musik und Gespräch lud der holländisch-deutsche Künstler Funny van Dannen, der zuvor bereits ein Konzert im Club „Gribojedow“ gegeben hatte. Begleitet von Gitarre und Mundharmonika sang der Limburger seine populären Songs, wie „Wir Deutschen“, „Herzscheisse“, „Nana Mouskouri “ oder „Als Willy Brandt Bundeskanzler war“ und sprach dabei dem Publikum aus der Seele, was dem langen und lauten Applaus anzumerken war.

Auch das russische Publikum war begeistert, da viele von Dannens Liedtexten auch mit weniger Deutsch-Kenntnissen verständlich sind. Selbst als ein Stromausfall das Konzert in Dunkelheit versetzte, sang der gut gelaunte Barde weiter, während ihm einige Helferinnen und Helfer mit ihren Handys die Noten beleuchteten.

LitKlub mit Olga Klass

Der LitKlub, der von der DAAD-Stipendiatin Olga Klass geleitet wurde, gehört auch ausserhalb der Deutschen Woche zum Programm des Goethe-Instituts. Alle, die sich für deutschsprachige Literatur und Poesie interessieren und Deutsch ab B2-Niveau sprechen, sind dazu eingeladen.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Nachlese Deutsche Woche 2016: Schattentheater, Fotoausstellung, Flohmarkt und Lesung im Begegnungszentrum

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Das Taurische Orchester zwischen Klassik und Rock, zwischen Vergangenheit und Gegenwart

mehr…