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Nach Terroranschlag in Domodedowo – Metalldetektoren an Petersburger Bahnhöfen

Von   /  18. Februar 2011  /  3 Kommentare

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TOPTICKER.- Nach dem Bombenattentat auf den Moskauer Flughafen Domodedowo im Januar und einem Überraschungsbesuch von Präsident Medwedew auf Moskauer Bahnhöfen mit anschliessendem Rüffel wegen Schlamperei, hat auch die Russische Bahn (RZD) ihre Sicherheitsmassnahmen verstärkt.

Insgesamt wurden 24 Metalldetektoren auf Petersburger Bahnhöfen installiert, die von den Passagieren vor dem Gang auf die Perrons durchlaufen müssen, schreibt die “Rossiiskaja Gaseta”. Allein sieben davon sind auf dem grössten und wichtigsten Moskauer Bahnhof postiert.

Besonders stark überwacht werden die “Sapsan”- Hochgeschwindigkeitszüge, die als Prestige-Objekt von internationalem Rang einen besonders empfindlichen Punkt darstellen. Zusätzlich patroulliert dort Wachpersonal mit Suchhunden.

Dasselbe Regime gilt auch für die “Allegro”-Schnellzüge”, die den Finnländischen Bahnhof in Richtung Helsinki verlassen. Die neuen Kontrollen sind eine starke Verzögerung für die Passagiere – es ist daher ratsam, sich rechtzeitig zum Bahnhof aufzumachen. So wie bisher “in letzter Minute” den Zug zu erwischen ist kaum mehr möglich.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. Der Terrorakt von Dommodedovo hat tatsaechlich Bemuehungen zunichte gemacht, den Flughafen nach internationaler Best Practice kundenfreundlicher zu machen. Anstelle im Terminal, stauen sich die Menschen jetzt aufgrund der aktuellen „Anordnungslage“ leider ausserhalb.

    Das Management des Flughafens hat, unmittelbar nach der staatlich verordneten Verschaerfung der Sicherheitsmassnahmen, die Bestellung von weiteren Roentgenkontrollgeraeten und Torbogensonden eingeleitet. Die ersten Lieferungen werden bis Ende Maerz, weitere bis Ende Mai eintreffen und schnellstmoeglich installiert werden.

    Gleichzeitig wurden in den letzten Monaten auch innerhalb des Terminals Massnahmen entwickelt, um die Wartezeiten zu vermindern. Im Terminal 1 wird die Anzahl der Kontrollstellen verdoppelt. Die Zollverfahren wurden deutlich vereinfacht.
    Im Terminal 2 wird die heutige Kontrolllinie vor dem Checkin durch Gepaeckkontrollanlagen im Checkin Bereich ersetzt. Fuer die Vorfeldabfertigung werden neue Treppen und Busse beschafft.

    Die Investitionen in die alte Infrastruktur und in Geraete fuer 2010 und 2011 sind in einem zweistelligen Millionen Euro- Bereich angesiedelt.

  2. realsatire sagt:

    Am Flughaven Pulkowo ist gestern in der Warteschlage vor dem Betreten des Flughafengebäudes so tiefgefroren, das er statt in das Gebauede mit Erfrierungen an den Beinen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
    Was fuer ein Fortschritt ! Hurra werden sich die Terrorosten denken.
    Die Naechste Bombe wird statt im Flughafen dann halt in der Warteschlange davor hochgehen. Vorteil bis dahin erfrieren noch genuegent Touristen in der selben und es gibt auch mehr Tote….

  3. eva sagt:

    Bei einem persönlichen Augenschein bekam ich den Eindruck, dass die Kontrollen längst zu „Scheinkontrollen“ geworden sind. Die Leute laufen unkontrolliert durch die Schranken, die ständig piepst, und die Beamten daneben interessieren sich einen Deut darum. Wie in der Metro üblich picken sie sich hin und wieder einen südländisch aussehenden Mann zur Alibi-Kontrolle heraus. Bisweilen stehen die Schranken auch einfach unbewacht da, und gewisse Durchgänge sind überhaupt ohne Schranke, zum Beispiel am Moskauer Bahnhof, wenn man vom Hof aus direkt zu den Geleisen geht. Weder Konzept, noch Effizienz sind erkennbar.

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