Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Mut zum Dialog – deutsche Wirtschaft begrüßt Schwesig-Reise

Von   /  24. September 2017  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

spn./eva.- Ein vertrauensvolles Miteinander, gegenseitiges Verständnis und der gemeinsame Austausch mit russischen Partnern trotz Differenzen in der Krim-Frage, 8ist für Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Partnerlandes Mecklenburg-Vorpommern sehr wichtig, sagte sie im Verlauf ihres Besuches in St. Petersburg.

Russland sei seit vielen Jahren ein wichtiger Wirtschaftspartner für unser Bundesland, stark vertreten im Holzcluster in Wismar, betonte sie während der Eröffnung der Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet, der Region rund um die Stadt St. Petersburg. „Die Nord-Stream-Pipeline landet bei uns an, und wir haben weitere Pläne mit Nord Stream. Und im letzten Jahr hat das Unternehmen Kirow eine Produktionsstätte für Großwälzlager in Betrieb genommen. Sehr viele Unternehmen des Landes haben bereits gute Außenhandelsbeziehungen zu Russland.“

Und diese Beziehungen möchte Schwesig behalten, intensivieren und ausweiten, auch gerade in schwierigen Zeiten. „Der Konflikt um die Ukraine und die wechselseitige Reaktion unserer Länder stellen eine schwierige Belastung für die bisherige gute Partnerschaft zwischen Deutschland und Russland dar. Und deshalb ist es gerade wichtig, dass wir auf die regionalen Partnerschaften setzen, so, wie auch zwischen unseren beiden Außenministern vereinbart wurde.

Viele Deutsche wollen Pflege der Partnerschaft

Vor wenigen Tagen habe die Ministerpräsidentin mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ein Bürgerforum in Mecklenburg-Vorpommern besucht. „Auch unsere Beziehung zu Russland war dort ein großes Thema. Für die Menschen in unserem Land ist es wichtig, dass sich das Verhältnis zu Russland wieder entspannt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es nur in einem gemeinsamen Dialog geht, und auch deswegen sind wir heute hier in St. Petersburg. Viele Bürgerinnen und Bürger meines Landes haben mich in den letzten Tagen angesprochen und gesagt:,Ich finde das gut, dass Sie diese Partnerschaft weiter pflegen‘. Und es ist doch immer gut auf Volkes Stimme zu hören, wenn es um solche Dinge geht.“

Sie verwies darauf, dass die russischen Wirtschaftstage in Rostock inzwischen zur Tradition geworden sind. Auf die 15jährige Geschichte der Partnerbeziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet rückblickend, betonte Manuela Schwesig: „Gemeinsam haben wir in diesen Jahren viele Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht und umgesetzt, zum Beispiel die Fernverbindung zwischen Ust-Luga in Russland und dem Hafen Sassnitz, aber auch viele gemeinsame Projekte in der Kultur, Kontakte auf kommunaler Ebene zwischen Verbänden, Schulen und Hochschulen.“

Historische Gemeinsamkeiten

Während der Veranstaltung wurde auf die historischen und sogar dynastischen Ursprünge dieser Beziehungen hingewiesen. Das Haus Mecklenburg tut sich unter den übrigen deutschen Fürstenhäusern nicht nur durch seine slawische Abstammung, sondern auch durch die ziemlich häufigen Ehen mit Angehörigen des russischen Kaiserhauses hervor. Und der Gouverneur Drosdenko stellte mit Genugtuung fest, dass die Unternehmen mit deutscher Beteiligung im Leningrader Gebiet heutzutage gut 3.000 Personen beschäftigen.

Übrigens ist das Leningrader Gebiet die erste Region Russlands, die grüne Energie zu pflegen begann und die Gelegenheit fand, den erzeugten Strom dem einheitlichen Landesverbundnetz einzuspeisen. In der Anwesenheit der Repräsentanten der deutschen Kaufmannschaft betonte der Gouverneur besonders den Ausbau der Automobil- und Zulieferindustrie in seiner Region. „Ein Viertel des ganzen russischen Automobilmarktes entsteht hier, im Leningrader Gebiet.“

Bild: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu

www.sputniknews.com

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Meck-Pomm-Regierungschefin Schwesig kommt nach St. Petersburg

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Lektorium Cultura: „Das christliche Thema in der deutschen Kunst des 20. Jh.“

mehr…