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Musikfestival „Kubana“ zieht von Kaliningrad nach Riga um

Von   /  4. Juli 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Rockfestival „Kubana“, das im August hätte im Kaliningrader Kurort „Jantarnoe“ (dem früheren Palmenicken) stattfinden sollen, wurde abgesagt und nach Riga verlegt. Nach Reklamationen der russisch-orthodoxen Kirche hatten die Behörden die Genehmigung aus „Sicherheitsgründen“ verweigert.

Bereits im April war es im Kulturrat des Kaliningrader Gebiets zu einem Eklat gekommen als der Gouverneur Nikolai Zukanow den Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche Michail Tscherenkow bat, die Sitzung zu verlassen. Der Kirchenvertreter hatte sich darüber beschwert, dass es bei den letzten „Kubana“-Konzerten am Schwarzen Meer zu Alkohol- und Drogenkonsum gekommen sei und sich halbnackte Zuschauerinnen auf dem Festivalsgelände getummelt hätten.

Auch der Bischof Serafim Baltijski kritisierte das Festival als unmoralisch und, schliesslich verboten die Behörden dessen Durchführung kurzfristig, mit der Begründung sie könnten die Sicherheit nicht gewährleisten und das Konzert könnte einen negativen Einfluss auf die dortige Bevölkerung haben, schreibt das Online-Portal Klops.ru.

Kurzfristiger Umzug nach Riga

Aber statt den Entscheid anzufechten oder die Veranstaltung abzusagen, griffen die Organisatoren zu einer Ersatzlösung und zogen kurzerhand ins Zentrum von Riga um. Die Stadt Riga sicherte ihnen jede mögliche Unterstützung zu. Wie der Veranstalter Ilja Ostrowski gegenüber den Medien versicherte, habe man früher bereits an Riga als Veranstaltungsort gedacht, habe sich jedoch wegen des hohen Eurokurses für die Region Kaliningrad entschieden. Der Kurs habe sich mittlerweile wieder normalisiert, und das  wichtigste sei, dass dieses Festival am Meer stattfinden könne.

Für Riga ist das Konzert eine willkommene Veranstaltung, denn wegen der politischen Krise und der Verhängung von Einreiseverboten sagten gleich drei Veranstalter traditioneller russischsprachiger Anlässe im lettischen Kurort Jurmala die Durchführung für dieses Jahr ab. Auch für Kaliningrad wurde ein Ersatz gefunden – am 9. August wird im Kaliningrader Konzertsaal „Jantarny“ der Event „Anabuk“ steigen.

Bild: Wikimedia Commons

www.klops.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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