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Moslemisches Kurban-Bairam-Fest in Petersburg friedlich verlaufen

Von   /  15. Oktober 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Trotz der nationalistischen Ausschreitungen vom Sonntag in Moskau verlief das hohe Fest der Moslems nach der Fastenzeit in Petersburg friedlich. Das Gebet vor der Hauptmoschee wurde von einem grossen Polizeiaufgebot gesichert.

In St. Petersburg und im Leningrader Gebiet feierten rund 42.000 Gläubige das Fest in Moscheen und anderen Gebetsräumen. Laut Fontanka.ru bot die Polizei an diesem Tag etwa 1000 Beamte auf, Verkehrspolizei, Polizei und Omon-Sonderpolizei. Nach den sonntäglichen Pogromen von Nationalisten in Moskau waren weitere Ausschreitungen befürchtet worden.

Trotzdem blieb die Atmosphäre in St. Petersburg an diesem hohen Festtag friedlich. Sogar die Omon-Polizisten, die sich gewöhnlich in Vollmontur zeigen, waren diesmal ohne Helm und Schlagstock anwesend – wohl auch um nicht unnötig zu provozieren. Nach dem Gebet zogen die Gläubigen mit ihren Gebetsteppichen unter dem Arm ab.

An den Fussgängerunterführungen sorgten freiwillige Helfer dafür, dass sich die Personenmassen nicht in die Quere kamen. Im angrenzenden Park wurden nach dem Gebet Zeitungen und Kunststoffmatten eingesammelt und in die Abfallkübel entsorgt. Wie an christlichen Feiertagen hatten sich rund um die Moschee Bettler in moslemischer Tracht „postiert“, die die gute Laune der Moslems nutzen, um eine Gabe zu bekommen.

Auch die nahe gelegene Metrostation „Gorkowskaja“ war stark bewacht und öffnete ihren Eingang erst nach 11.00 Uhr, nachdem man ihn um 9.00 Uhr geschlossen hatte. Nachdem sich die Menschenmassen ein wenig aufgelöst hatten, gab die Verkehrspolizei die Strassen um die Moschee wieder für den regulären Verkehr frei.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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