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Mordfall Starowoitowa: Angehörige fordern Wiederaufnahme von Ermittlungen

Von   /  28. Juli 2009  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Angehörigen der 1998 ermordeten der demokratischen Staatsduma-Abgeordneten Galina Starowoitowa haben die russische Führung ersucht, das Ermittlungsverfahren zum Mordfall wieder aufzunehmen. Das teilte die Schwester des Opfers, Olga Starowoitowa, RIA Novosti am Montag mit.

Die regionale Sicherheitsbehörde hatte das Untersuchungsverfahren im April 2008 ausgesetzt – mit der Begründung, nach vier Tatverdächtigen werde gefahndet, was die Ermittlung verunmögliche.

Brief an Präsident Medwedew

In einem offenen Brief an den Präsidenten Medwedew verweisen Olga Starowoitowa und der ehemalige Berater der Abgeordneten, Ruslan Linkow, auf die Notwendigkeit, den im Juni festgenommenen Ex-Abgeordneten Michail Gluschenko in diesen Fall einzubeziehen.

Gluschenko wurde bisher als Organisator eines dreifachen Mordes auf Zypern und Erpressung angeklagt. Laut Olga Starowoitowa hatten zwei der Angeklagten während der Ermittlungen im Fall Starowoitowa auch Michail Gluschenko erwähnt.

Untersuchung mit damaliger Besetzung

„Wir möchten, dass das ruhende Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen wird. Wir bitten auch, die ursprüngliche Zusammensetzung des Untersuchungsteams, das sich mit diesem Fall befasst hatte, wieder herzustellen“, so der Brief.

Die Staatsdumaabgeordnete und Chefin der Partei „Demokratisches Russland“ Galina Starowoitowa war am 20. November 1998 in ihrem Hauseingang in Petersburg erschossen worden.

Auftraggeber nie gefunden

Das Petersburger Stadtgericht fällte im Juni 2005 Urteile gegen sechs Personen, die des Mordes angeklagt worden waren. Der Organisator des Mordes und der Mörder selbst erhielten Freiheitsstrafen von 20 Jahren bzw. 23 Jahren und sechs Monaten.

Zwei Angeklagte wurden freigesprochen und zwei weitere wegen Ablauf der Verjährungsfrist entlassen. Ein Jahr später wurden zwei weitere Personen zu elf bzw. zwei Jahren Haft verurteilt. Der Auftraggeber des Mordes ist bis jetzt nicht gefunden.

Bild: Zum Gedenken an ihre Verdienste als Politikerin und Menschenrechtlerin  wurde ein kleiner Platz im Stadtzentrum nach Galina Starowoitowa benannt. (Foto: Eugen von Arb/ SPB-Herold)

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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