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Moralwächter Milonow will zur Kontrolle Petersburger Madonna-Konzert besuchen

Von   /  27. März 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Nachdem Madonna die russischen Homosexuellen in Schutz genommen und angekündigt hat, sich an ihrem nächsten Konzert öffentlich gegen das Gesetz gegen „Homosexuellen-Propaganda zu äussern, hat dessen Autor Vitali Milonow nicht lange mit einer Antwort gewartet.

Er werde das Petersburger Konzert im August besuchen und darauf achten, dass sich die Sängerin keiner Gesetzesverstösse schuldig mache. Ausser ihm würde eine ganze Gruppe von Aktivisten dem Konzert beiwohnen, um darauf zu achten, dass die Normen der Moral nicht verletzt würden, kündigte der Stadtabgeordnete von „Einiges Russland“ an.

Auf eine Bitte des russischen Elternrats werde er sich an die Staatsanwaltschaft wenden, um eine Warnung an die Organisatoren des Konzert vor Gesetzesverstössen abzugeben. Ein Strafprotokoll für ein sittliches Vergehen kann allerdings nur die Polizei ausfüllen, so schreibt Fontanka.ru. Eine Busse würde in diesem Fall mit 5000 Rubel ziemlich niedrig ausfallen. Sie wird gemäss Gesetz nach dem Preis für das teuerste Ticket bemessen.

Konzertagentur: „Wir sind unpolitisch“

Würde Madonna allerdings öffentlich Minderjährige zu homosexuellen Beziehungen oder Sodomie aufforden, könne die ganze Organisation mit bis zu einer halben Million Rubel Strafe zur Verantwortung gezogen werden, gab Milonow zu bedenken.

Die Organisatoren von der Firma PMI gaben sich gelassen gegenüber dieser Drohungen – sie organisierten Konzerte und unterstützten keinerlei Veranstaltung zugunsten eines Problems, sagte Evgeni Finkelstein. „Wir sind unpolitisch, wir schenken den Menschen Freude.“

Gegner des Gesetzes sammeln Unterschriften

Mittlerweile zieht die Affäre um das Gesetz weite Kreise. Die Bewegung „Russland: Wir werden nicht schweigen“, die dagegen auftritt, will 100.000 Unterschriften von Leuten sammeln, die wegen des Gesetzes nicht nach St. Petersburg reisen und sie dem Gouverneur Georgi Poltawtschenko vorlegen. Bisher haben schon mehr als 96.000 Personen die Protesterklärung unterschrieben. (eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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