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Moderne Architektur: „Altes mit Neuem ideal verbinden“

Von   /  16. Oktober 2009  /  Keine Kommentare

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mm. Im Sitz des St. Petersburger Architekenbundes, dem Polowzow Palais eröffneten Paul Schröder und Ilja Belozerkovski vom Darmstädter Büro FS-Architekten die Wintersaison der öffentlichen Fach-Vorträge im „Haus der Architekten“.

Das für den Vortrag benutzte historische Teater im dem für deutsche Verhältnisse opulentem „Stadthaus“ der Polowzows war gut besetzt als der Vortrag des Deutsch-Russischen Duos die Spannende Geschichte und Entstehung des hochkomplexe Grossprojekt „Darmstadteum“ vortrugen.

Die Aufgabe „modern“ in einem historischen Umfeld zu bauen ist ja auch in St. Petersburg ein Dauerthema. Die behutsame Integration von neuer Architektur in den historischen Kontext ist auch, vor dem Hintergrund des Marinskii II und Ochta Zentrum immer ein Balanceakt.  Das Publikum war daher sichtlich dankbar, das es gemeinsam mit den Vortragenden ein positives Beispiel im Detail erkunden durfte.

Vortrag-FS-Arhitekten-Plowzow-Haus-spb-1 Das Darmstadtium* ist ein readikaler Entwurf, eine steingewordene Explosion in Glas und Beton die dennoch mit der Substanz und dem Historischen Kontext harmoniert.

Eines der Ziele des Baus war die Bewahrung der historischen Stadtmauer. Darmstadt hat im Zentrum nach der Zerstörung des 2. Weltkriegs ohne Rücksicht auf den alten Stadtplan neugebaut. Als beim Begin der Aushubarbeiten dann eine 2 Mauer mitten in der zukünftigen Tiefgarage entdeckt wurde – gabe es zwar viel extra Arbeit aber am Ende konnten beide Mauerteile in mitten des Neubaus Bewahrt werden.

Die Mauer vor der Mauer

So war der Erhalt eines wenigen profanen Relikte des alten Darmstadt auch nach der überraschenden Entdeckung der kompletten Ausmasse während den Bauarbeiten eine 2 Mauer zum Vorschein.Der Entwurf war technisch schon zuvor schwer zu realisieren und durch die 2. Stadtmauer noch verkompliziert. Die neue Mauer wurde von den Architekten kurzerhand und elegant in den neuen Raum integriert und dabei noch ein paar Parkplätze an andere Stelle hinzugewonnen.

2.OG: Foyer

Ökologisch orientiert

Durch Verwendung von oekologischer Haustechnik, z.B. die lange teils unterirdischen Luftwege funktioniert eine ganze 3. Etage wie ein Wärmetauscher, kühlt im Sommer und wärmet im Winter die Luft vor.

Paul Schröder „Altes mit Neuem ideal zu verbinden“ ist die Herausforderung und auch die Kunst.

Mit dem Darmstadtium hat sein Büro die FS-Architekten dem Anspruch Genüge getan und die n St. Petersburger Architekten begeistert. Ein gelungenes Vorbild für die technische Umsetzung von ähnlichen Projekten in St. Petersburg – wo jeder Bau die Verbindung von alt und neu bedingt.

Auch in St. Petersburg aktiv

Die beiden Architekten sind auch in St. Petersburg aktiv. So planen sie u.A. die erste Russische Senioren Residenz in Pawlowsk und auch ein hochmodorner Wohnblock in Sestrojetsk ist in Planung. Auch die Restaurierung der kath. Kirche Mariae-Heimsuchung liegt in den guten Händen des Darmstädter Büros.

Photos: Aussenbild – Wikipedia Commons, Innenaufnahme FS-ARCHITEKEN, vom Vortrag, Markus Müller

* Darmstatium ist der Name eines in Darmstadt gefundenen Transuranen Elements und Namensgeber des Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt.

800px-Darmstadtium

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